C’EST NOUS LES AFRICAINS… EUX AUSSI ONT LIBERE? L’ALSACE
R: Petra Rosay & Jean Marie Fawer; Frankreich 1994; OF frz. m. dt. UT; 26 min.

In C’EST NOUS LES AFRICAINS…EUX AUSSI ONT LIBERE? L’ALSACE (AUCH AFRIKANER HABEN DAS ELSASS BEFREIT) kommen nordafrikanische Veteranen zu Wort, die zur Befreiung des Elsass (und damit auch Süddeutschlands) vom Nazi-Regime beigetragen haben. 500.000 Afrikaner kämpften 1944/45 fu?r das „Freie Frankreich“ und einige von ihnen blieben auch nach dem Kriegsende im Elsass.



THE ABOMINABLE CRIME
Regie: Micah Fink; Jamaika, USA 2013; 65 Min., OF m. engl. UT

THE ABOMINABLE CRIME begleitet Homosexuelle in Jamaika und erzählt von ihren Gewalterfahrungen, ihrer Angst und ihrer sozialen Entwurzelung.

In unserer Filmreihe AFRICAN DIASPORA CINEMA im Jahr 2015 war unter anderem die Dokumantation THE ABOMINABLE CRIME zu sehen, die wir euch jetzt in unserer Rubrik AFFK Online präsentieren.

Der Dokumentarfilm zeigt an Beispielen, wie Homosexuelle in Jamaika diskriminiert und in die Klandestinität getrieben werden. Die junge Mutter Simone Edwards, die heute in den Niederlanden lebt, und der LGBTI-Aktivist Maurice, der nach Kanada fl oh, sind nur zwei von vielen lesbischen und schwulen JamaikanerInnen, die sich nach
tätlichen Angriffen und Todesdrohungen gezwungen sahen, ihre Heimat zu verlassen. Schließlich schrecken homophobe Fanatiker in Jamaika auch vor Mordanschlägen nicht zurück, und die Zahl der Opfer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Film begleitet die Protagonist*innen über mehrere Jahre und erzählt von ihren Gewalterfahrungen, ihrer Angst und ihrer sozialen Entwurzelung. Der Film hat auf Festivals u. a. in der Karibik mehrere Auszeichnungen gewonnen, darunter einen Menschenrechtspreis von Amnesty International.



FIGURE
Regie: Lanre Malaolu; UK 2018; 6 min.
FIGURE ist eine pulsierende Fusion von Theater und Hip-Hop-Tanz. Der Film folgt zwei jungen Männern und erzählt, wie die frühe Loslösung von einer Vaterfigur das emotionale Wachstum und die Auseinandersetzung mit der Welt beeinflusst.



PELE SUJA MINHA CARNE (Dirty Skin)
Regie: Bruno Ribeiro; Brasilien 2016; 14 min.
In PELE SUJA MINHA CARNE entdeckt ein junger Mann seine Liebe zu einem Schulfreund. Aber in einem Land, in dem der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro mit homophober Hetze Wahlen gewinnt, ist das nicht einfach…



PRETO NO BRANCO
Regie: Valter Rege; Brasilien 2016; OF m. engl. UT; 15 min.
Der Film illustriert den alltäglichen Rassismus in Brasilien am Beispiel des 20-jährigen Roberto, der des Diebstahls verdächtigt und festgenommen wird, nur weil er schwarz ist. Doch er weiß sich zu wehren...



NYERKUK
Regie: Mohamed Kordofani; Sudan 2016; 18 min.
NYERKUK zeigt am Beispiel des 12-jährigen Adam, dessen Familie in einen Luftangriff gerät, warum Menschen aus dem Sudan zu fliehen versuchen. Der Junge kann dort nur durch Diebstähle überleben und gerät dadurch in die Fänge des Gangsters Mazda...



ZOMBIES
Regie: Baloji; DR Kongo 2018; 15 min.
Von Friseursalons über Musik-Clubs bis zu Wahlkampfveranstaltungen und westernähnlichen Straßenszenen, präsentiert der Film eine große Bandbreite an Impressionen, wobei extravagante Protagonist*innen in futuristischen Outfits eine halluzinatorische Atmosphäre verbreiten.



HEADBANG LULLABY
Regie: Hicham Lasri; Marokko 2017; OF m. engl. UT, 111 min.

Marokko, 1986. Mit surreal anmutenden Bildern erzählt HEADBANG LULLABY aus dem Leben des Regierungsbeamten Daoud. Dieser wird am Tag nach dem überraschenden Sieg Marokkos über Portugal bei der Fußball-WM auf eine Brücke beordert, die im Umland von Casablanca über eine kaum befahrene Autobahn führt. Denn hier soll möglicherweise der König des Landes, Hassan II., vorbei fahren, dessen Politik in den Jahren zuvor zu wachsender Armut und blutigen ?Brot-Unruhen? geführt hat. Daoud hat auf seinem Wachposten einige verwirrende Begegnungen: mit Regierungsanhängern und Familien politischer Gefangener, einer rätselhaften Fremden, einem Berber und einem fußballbegeisterten Jungen. Wie in seinem Spielfilm STARVE YOUR DOG, den FilmInitiativ bei den Kölner Kino Nächten 2016 präsentierte, blickt Regisseur Hicham Lasri auch in seiner neuen Produktion gesellschaftskritisch auf die Geschichte Marokkos und inszeniert ein bildgewaltiges, psychedelisches Märchen voller absurder Situationen, in denen die unter gnadenloser Repression leidenden ProtagonistInnen über sich hinauswachsen.



LAND RUSH
Regie: Hugo Berkeley & Osvalde Lewat; Mali/Kamerun/UK/USA 2012; 58 min.

LAND RUSH erzählt von aktuellen Umweltzerstörungen mit weitreichenden Folgen für die betroffene Landbevölkerung in Mali. Als Entwicklungsvorhaben getarnt versucht ein multinationales Unternehmen Teile des fruchtbaren Niger-Ufers zu erwerben, um darauf Zucker für den Weltmarkt anzubauen. Doch die dort lebenden Kleinbauern wehren sich und vermochten das Projekt zumindest vorläufig aufzuhalten...
Die Regisseurin Osvalde Lewat aus Kamerun hat sich auf soziale und politische Themen spezialisiert und für ihre Filme bereits zahlreiche Preise erhalten.

YENKI TAXI
Regie: Tammaso Cassinis; Ghana 2016; OF m. engl. UT; 30 min.

YENKYI TAXI
ist ein Dokumentarfilm, der die Reise von Hagan, einem Musikproduzenten aus London mit ghanaischer Herkunft, verfolgt. Auf der Suche nach der feurigen Leidenschaft ghanaischer Musik reiste Crudo Volta im August 2017 mit Hagan von London nach Ghana, um die kreative Authentizität und das Erbe der zeitgenössischen ghanaischen Kultur und Musik einzufangen.

REVENIR
Regie: David Fedele, Kumut Imesh; Elfenbeinküste/Australien/Frankreich/Marokko 2018; 83 min.

Der heute in Frankreich lebende Kumut Imesh möchte noch einmal seine Fluchtroute nachverfolgen, die vom Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste über den Niger und Marokko bis ans Mittelmeer reichte – dieses Mal allerdings mit der Kamera in der Hand. Kumut dokumentiert (in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher David Fedele) seine Reise, als Protagonist und als Kameramann, und gewährt so einen einzigartigen Einblick: Die Kamera erzählt authentische Geschichten vom Kampf vieler Menschen für Freiheit und Würde – auf einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt.

LAISUOTUO
Regie: Lebohang Ntsane; Lesotho/China 2016; OF m. engl. UT; 21 min.

LAISUOTUO handelt von einem chinesischen Ladenbesitzer in Lesotho und einem afrikanischen Arzt in China, die beide mit rassistischen Vorurteilen in den jeweiligen Gesellschaften zu kämpfen haben.

WE NEED PRAYERS: THIS ONE WENT TO MARKET
Regie: Jim Chuchu; Kenia 2017; OF m. engl. UT; digital; 5 min

Eine junge, schwarze bildende Künstlerin entwickelt in WE NEED PRAYERS: THIS ONE WENT TO MARKET einen schlauen Plan, um in den globalen Kunstmarkt einzudringen.