Credits

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Title:

LA CHAMBRE NOIRE

Country:Marokko 2004
Format:35 mm
Colour:Colour
Language:OF m. engl. UT
Length:112 Minutes
Film series:Jenseits von Europa X


Director :Benjelloun, Hassan
Screenplay:Benjelloun, Hassan
 Mdidech, Jaouad
Screenplay by:Mdidech, Jaouad
Cinematography:Derkaoui, Kamal
Editing:Faure, Emanuel
Music:Megri, Younes
Sound:Baudoin, Phillipe
  
Cast:Akhmis, Abdelmalek
 Amrani, Abdellah
 Ibrahimi, Hanana
 Nadif, Mohamed
 Saberi, Souad
Producer:Saadi, Rachida
Production company:Bentaqueria Productions
 Dora Productions


Storyline



©
Based on Jaouad Mdidech`s renowned account, The Black Chamber is a powerful reconstitution of and reflection on the horror of what Moroccans have termed the "Leaden Years," when the government enforced a virile oppression of political dissenters, especially targeting the left-leaning student movements and political parties. Kamal`s past as a Marxist activist during his student years is enough cause for the security agencies to detain him at one of Casablanca`s most notorious jails. Although no longer an activist, Kamal refuses to give in to his tormentors and endures the harsh verdict.


Comment


Auch ein Vierteljahrhundert später gehörte noch großer Mut dazu, einen solchen Film in Marokko zu drehen und zu zeigen. «Ich musste damit rechnen, selbst im Gefängnis zu landen," erklärte Hassan Benjelloun in einem Interview. "Deshalb habe ich meine Familie von vorneherein für diesen Film um Vergebung gebeten." Zwar gab es seit 1999, als Hassan II. starb und sein Sohn Mohammed VI. den Königsthron bestieg, Ansätze zur Liberalisierung des Landes. Aber Oppositionelle, die politische Tabus brechen und z.B. den König, den Islam oder die Besetzung der Westsahara kritisieren, landen noch immer hinter Gittern – wie in den aktuellen Berichten von amnesty international nachzulesen ist.
Hassan Benjelloun hat mit seinem Film somit nicht nur den politischen Gefangenen von damals ein cineastisches Denkmal gesetzt, sondern auch ein aktuelles Plädoyer für die Respektierung der Menschenrechte geliefert: "Die Hauptfigur meines Films steht stellvertretend für all die jungen Leute, die ihre gesamte Jugend hinter Gefängnismauern verloren haben, nur weil sie Freiheit und Brot für alle gefordert haben. Mir ging es darum, dass sich die Menschen in Marokko mit dieser Geschichte des Landes auseinander setzen. Als sich nach der Premiere ein Folterer und sein ehemaliges Opfer weinend umarmten, empfand ich deshalb große Genugtuung. Auch die positiven Rückmeldungen ehemaliger Gefangener haben mich sehr bewegt. Tatsächlich lief der Film dann neun Wochen im Kino, was für Marokko ungewöhnlich lang ist, und danach wurde eine Regierungskommission eingesetzt, die ‚Fehler’ aus jener Zeit korrigieren und ehemalige Gefangene entschädigen sollte."
Der Film wurde beim 19. FESPACO in Ouagadougou (2005) mit dem zweiten Preis, ("Etalon de Yennenga" in Silber) ausgezeichnet.

Hassan Benjelloun n’a donc pas seulement rendu un hommage cinématographique aux prisonniers de l’époque, son film est aussi un plaidoyer pour le respect des droits de l’Homme de nos jours: "Le personnage principal de mon film représente tous les jeunes qui défendaient la liberté et le pain pour tous, et qui se sont retrouvés en prison toute leur jeunesse. Pour moi, il était important que les gens au Maroc se confrontent avec cette facette de l’histoire du pays. A la fin de la première, j`ai vu un tortionnaire dans les bras d`un ancien détenu en train de pleurer, c`était une grande satisfaction. Les félicitations des anciens détenus m`ont également ému. Le film est resté neuf semaines en salles, ce qui est beaucoup au Maroc. Plus tard une Commission a été créée pour corriger les erreurs du régime et indemniser les détenus."
Lors du 19ème FESPACO (2005), le film a reçu le deuxième prix (Etalon d’argent de Yennenga).