Lesung & Film: Aya de Yopougon

17.05., 10:00 Uhr im Institut français Köln

Faszinierende Einblicke in das Leben in Abidjan

Der Animationsfilm erzählt, dem sechsteiligen Comic folgend, die Geschichte einer jungen Frau namens Aya, die in Yopougon, einem quirligen Viertel von Abidjan, lebt. Aya versucht dort nicht nur, sich gegen die streng konservativen Vorstellungen ihres Vaters durchzusetzen, sondern steht auch ihren Freundinnen in Lebens- und Liebesfragen mit fantasievollem Rat und Tat zur Seite. Ein detailverliebter und originaller Animationsfilm über soziale Unterschiede, Patriarchat und Emanzipation in einem afrikanischen Land wie der Elfenbeinküste.

Der Film feierte Erfolge auf internationalen Festivals von Helsinki über Gijòn bis Tokio und wurde 2013 in der Kategorie „Bester Animations-Spielfilm“ für den französischen Filmpreis César nominiert. (Text: Filminitiativ e.V.)

Nach dem sechsteiligen Comic von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie.

Französische Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Empfohlen ab 12 Jahren.

Die Vorführung eignet sich insbesondere für den Besuch von Französisch-Leistungskursen. 

In Kooperation mit dem Afrika Film Festival von FilmInitiativ.

Information und Anmeldung für Gruppen (dringend erforderlich) bei: jfc Medienzentrum, Tel.: 0221 – 130 56 150, Fax: 0221 – 130 56 15 99, info@jfc.info



Prolog zum africologneFESTIVAL: FINDING FELA!

FINDING FELA
Regie: Alex Gibney ; USA 2014; OF m. englischen Untertiteln; DCP; 119 min.

SAMSTAG, 10.06., 20:45 Uhr im CINENOVA

Fela Kutis Vater war protestantischer Pastor und begeisterter Pianist. Seine Mutter, Funmilayo Ransome-Kuti, war eine führende Frauenrechtlerin Nigerias. Seine antikolonialistisch eingestellten Eltern hatten ihm schon als Kind einen tiefen Sinn für soziale Gerechtigkeit vermittelt. Später repräsentierte er als Sänger, Saxofonist und Bandleader die kulturelle Vielfalt seines Landes: Fela Kuti (1938-1997). 1958 zog Kuti nach London, wo er Medizin studieren sollte. Aber er schrieb sich am Trinity College of Music ein und studierte dort vier Jahre lang. 1961 gründete er seine erste Band, die Koola Lobitos. Ein zehnmonatiger Aufenthalt in den USA 1969 sollte die Geburtsstunde des Afrobeats werden. Hier lernte Fela Kuti bekannte Musiker wie James Brown und Miles Davis kennen. Noch in den USA nannte er seine Band Koola Lobitos in "Nigeria 70" um; wenige Jahre später wurde daraus - im Sinne des Panafrikanismus - "Afrika 70".

Er hat unerschrocken gegen Unterdrückung und gegen das diktatorische Militärregime seines Landes gekämpft. Und er hat alles in Kauf genommen, was passiert, wenn man sich gegen das Regime stellt. Er machte auf die Korruption der nigerianischen Regierung aufmerksam und gründete die Kommune "Kalakuta Republic" in Lagos. 1977 stürmten mehr als tausend Soldaten die Kommune und steckten Kutis Haus in Brand; Kutis Mutter überlebte den Anschlag nicht. Seine Texte und seine Beliebtheit waren für die Regierenden eine Bedrohung, so dass er mehrmals ins Gefängnis kam.

In "Finding Fela" vermittelt der Regisseur Alex Gibney unter anderem anhand von unveröffentlichten Archivaufnahmen einen Eindruck vom außergewöhnlichen Menschen und Musiker Fela Kuti, der sich über alle Schranken hinweggesetzt hat und dessen Erbe immer noch lebendig ist. Einige seiner Kinder sind ebenfalls Musiker, am bekanntesten ist sein Sohn Femi Kuti.

Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln und dem africologneFESTIVAL



DEMOCRATS

DEMOCRATS
R: Camilla Nielsson; Dänemark, USA, UK 2014; OF m. engl. UT; DCP; 100 Min. 

Freitag, 16.06., 21:00 Filmpalette Köln

Gegensätzlicher könnten Paul Mangwana und Douglas Mwonzora kaum sein: Der eine ein machtverwöhnter Ex-Minister des seit 30 Jahren in Simbabwe regierenden Diktators Mugabe, der andere ein engagierter Menschenrechtsanwalt der Oppositionspartei MDC. 2009 führen die politischen Spannungen innerhalb des Landes die beiden zusammen. Nachdem eine von Mugabe manipulierte Wahl zu landesweiten Protesten führt, soll eine neue „demokratische“ Verfassung die die Lage beruhigen. Mangwana und Mwonzora leiten diese Kommission, die die Verfassung im Dialog mit den BürgerInnen entwerfen soll. Während der Vertreter des Regimes Gefolgsleute zu den Versammlungen karrt, versucht der Anwalt über Presse und Radio diejenigen zu ermutigen, die für ein Ende der autokratischen Herrschaft eintreten. Der hoch spannende Film dokumentiert, wie sich die Protagonisten im Laufe ihrer mehrjährigen Auseinandersetzung aufeinander zu bewegen und liefert dabei einzigartige Einblicke in Mugabes grotesken Machtapparat, der letztlich beide bedroht.

Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln und dem africologneFESTIVAL



DialogFORUM: Fake Democracy - Demokratie in Afrika

Samstag, 17. Juni 11:00 - 18:30

dialogFORUM
mit Gästen aus acht afrikanischen Ländern &
politischem Kabarett ZAMBEZI NEWS

PROGRAMM IN KÖLN
dialogFORUM, 17. Juni 11:00 – 18:30 Uhr

11:00 INTRO
Perspektive Demokratie? Démocratie en tant que perspective?
Eine Standortbestimmung von Ndongo Samba Sylla (Senegal)

11:30 PANEL 1
Aktuelle Facetten autokratischer Herrschaft
Les différents visages des régimes autocratiques - états des lieux
Inputs: Wendy Bashi (DR Kongo), Dieudonnée
Niangouna (Kongo/Brazzaville), Freddy Sabimbona (Burundi)
Paneldiskussion mit Publikumsbeteiligung
Panel de discussion avec intervention de l’auditoire

13:15 PAUSE Pause déjeuner

14:00 ZAMBEZI NEWS
Kabarettistische Intervention aus Simbabwe (ca. 25. min)
Cabaret satirique de Zimbabwe

14:30 PANEL 2
Chancen & Grenzen demokratischer Bewegungen
Possibilités et limites des mouvements démocratiques
Inputs: Prof. Felwine Sarr (Senegal), Serge Bambara aka
Smockey, Odile Sankara, Etienne Minoungou (alle: Burkina
Faso), Bubacarr Sankanu (Gambia)
Paneldiskussion mit Publikumsbeteiligung
Panel de discussion avec intervention de l’auditoire

16:00 Pause

16:30 Was tun?! Que faire?!
Summary: Ndongo Samba Sylla (Senegal)
Abschließende Diskussion Discussion finale

africologneFESTIVAL

Vom 14. – 24. Juni 2017 findet die vierte Ausgabe des africologneFESTIVAL der afrikanischen Künste in Köln statt.

Präsentiert werden 12 Produktionen: Koproduktionen und Gastproduktionen aus den Bereichen Theater, Tanz und Performance. Unsere Koproduktionspartner agieren in Ouagadougou, Kinshasa, Brüssel, Marseille, Limoges und Mainz. Die Produktionen werden mit deutscher Übertitelung präsentiert und im Anschluss an alle Vorstellungen gibt es Publikumsgespräche mit den Künstler*innen.

Zudem erwartet Sie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Filmen, Konzerten, Parties, einem Workshop, (szenischen) Lesungen, einem Themenabend und einer Ausstellung, u.a. in unserem FESTIVALZENTRUM STADTGARTEN.

Das africologneDIALOGFORUM zum Thema FAKE DEMOCRACY. Demokratie in Afrika: Trugbild oder Chance? findet in 2017 nicht nur in Köln, sondern bereits am 15. Juni 2017 auch in Paris (Le Tarmac) statt.

Alle Informationen finden Sie unter www.africologne-festival.de

Eine-Welt-Filmpreis NRW

Verleihung des 9. Eine-Welt-Filmpreises NRW am Freitag, 10. November 2017

Ort: Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, Köln

19.00 Uhr: Begrüßung durch Bettina Kocher
24. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

Grußrede von Dr. Stephan Holthoff-Pförtner
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen

Keynote von Karsten Visarius, Leiter des Filmkulturellen Zentrums der EKD im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP)

Preisverleihung durch Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner

Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern
Mitglieder der Jury stellen ihre Begründungen für ihre Wahl vor und empfehlen weitere Filme für die Bildungsarbeit.

Moderation Anne Schulz, Referentin Gustav-Stresemann-Institut

Buffet auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

20.30 Uhr: Vorführung des Films „Das Grüne Gold – Dead Donkeys Fear No Hyenas“ und Gespräch mit dem Filmemacher Joakim Demmer

Eine Anmeldung wird erbeten unter: anmeldung@melanchthon-akademie.de

Veranstaltungshinweis: Film Series "Global Migration"