weitere Spieltermine "TIMBUKTU"
Montag 15. Dez. / 17.15 Uhr
Mittwoch 17. Dez. / 17.15 Uhr
Donnerstag 18. Dez. / 17.00 Uhr
Samstag 20. Dez./ 18.00 Uhr
Dienstag 23. Dez./ 16.00 Uhr

Filmhauskino/ Maybachstr.111/ 50670 Köln
Tel: 0221-26137808 (Kartenreservierung)
info@filmhauskino.de
www.filmhauskino.de

 

TIMBUKTU
Ein Film von Abderrahmane Sissako
mit Pino Desperado, Abel Jafri, Toulou Kiki u.a. 

Frankreich/Mauretanien 2014 – 97 Minuten 

Kidane lebt friedlich mit seiner Frau Satima und seiner Tochter Toya in den Dünen nicht weit von Timbuktu, das in die Hände religiöser Fundamentalisten gefallen ist. In der Stadt erdulden die Einwohner ohnmächtig das Terrorregime, das von den  Dschihadisten eingesetzt wurde, um ihren Glauben zu überwachen. Musik, Gelächter, Zigaretten und sogar das Fußballspielen wurden verbannt. Die Frauen sind zu Schatten geworden, die versuchen, würdevoll Widerstand zu leisten. Jeden Tag werden auf die Schnelle Tribunalen einberufen, die drakonische und absurde Strafen verhängen. Kidane und seine Familie bleiben von dem Chaos in Timbuktu verschont. Aber ihr Schicksal ändert sich, als Kidane aus Versehen Amadou tötet, den Fischer, der seine  Lieblingskuh „GPS“ schlachtete. Kidane muss sich den neuen Gesetzen der ausländischen Besatzer stellen. 

Abderrahmane Sissako erzählt in kraftvollen, ästhetischen Bildern und mit einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorhebt. Ein Film voller Poesie, die er der grausamen und gnadenlosen Gewalt entgegensetzt.  

TIMBUKTU feierte seine Weltpremiere bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes im Wettbewerb und wurde dort mit dem Preis der Ökumenischen Jury und dem Francois-Chalais-Preis geehrt. Auf dem Filmfestival Jerusalem 2014 gewann der Film den Spirit for Freedom Award als Bester Film.

Kurzfilmabend / Short film night / Soirée courts-métrages

5.9. Freitag Friday / Vendredi
21:00 – 24:00 
St. Michael (Art&Amen), Brüsseler Platz 1, 50674 Köln

DEWENETI (IRGENDWO IN AFRIKA)
Regie: Dyana Gaye; Senegal 2006; OF m. dt. UT; DVD; 15 min.

Auf den Straßen Dakars, der Hauptstadt Senegals, verdient Ousmane, der gerade sieben Jahre alt ist, seinen Lebensunterhalt durch Betteln. Aber er träumt von einem besseren Leben und hat eine Idee, es zu erreichen…

On the streets of the Senegalese capital Dakar, Ousmane, who has just turned seven, subsists through begging. Yet he dreams of a better life and has an idea of how to achieve it. 

Ousmane, qui a tout juste sept ans, gagne sa vie en mendiant dans les rues deDakar, la capitale du Sénégal. Mais il rêve d’une vie meilleure et il a une idée pour y parvenir…

GARAGOUZ
Regie: A. Zahzah; Algerien 2010; OF m. engl. UT; DVD; 24 min.

Der Puppenspieler Mokhtar und sein Sohn Nabil fahren mit ihrem alten Minibus in algerische Bergdörfer, um dort vor Kindern und Erwachsenen aufzutreten. Auf ihrer Reise treffen sie freundliche und weniger freundliche Menschen – eine Parabel auf die aktuelle algerische Gesellschaft.

The puppeteer Mokhtar and his son Nabil drive with their old minibus to mountain villages in Algeria to perform for children and adults. On their journey, they meet many people – some friendly, some less so – and live out a parable of Algerian society today.

Mokhtar, un marionnettiste, et son fils Nabil se rendent avec leur vieux minibus dans des villages montagneux en Algérie pour présenter des spectacles aux petits et aux grands. Pendant leur voyage, ils rencontrent des gens hospitaliers et d’autres beaucoup moins amicaux – une parabole de la société algérienne actuelle.

MWANSA THE GREAT
Regie: Rungano Nyoni; Sambia/GB 2011; OF m. dt. UT; 23 min.

Der Kurzspielfilm erzählt von einem Jungen in Sambia, der ein Held sein will, aber durch ein Missgeschick die Puppe seiner Schwester zerstört. Er bricht auf, um zu beweisen, dass er trotz allem Mwansa, der Große, ist.

The short feature film tells the story of a young boy in Zambia who wants to be a hero, but who accidentally destroys his sister’s doll. He does everything in his power to repair it and to prove that despite everything, he is indeed Mwansa the Great.

Le court-métrage raconte l‘histoire d’un garçon qui veut être un héros en Zambie, mais qui casse par inadvertance les poupées de sa soeur. Il décide alors de toutes les réparer pour montrer qu‘il est malgré tout Mwansa le Grand.

Eintritt frei Free of charge / Entrée gratuite



THE LAST SONG BEFORE THE WAR & AFRO BEAT PARTY

OPEN-AIR-KINO:
FilmInitiativ Köln e.V. und Filmhauskino Köln präsentieren:
THE LAST SONG BEFORE THE WAR

Regie: Kiley Kraskouskas; USA / Mali 2012; OF franz. m. engl. UT, Blu-ray; 79 min.

2.8. Samstag Saturday / Samedi
ca. 21:00 (bei schlechtem Wetter im Saal)

Adresse: Olympia, Lämmerstrasse 11, 50739 Köln (S-Bahnhof Nippes)

Seit dem Jahr 2000 fand in der malischen Sahara nahe der legendären Stadt Timbuktu eines der erstaunlichsten Musikfestivals der Welt statt. Zwischen Sanddünen und unter Sternenhimmel traten dort lokale und international renommierte Bands auf. Tausende Musikfans aus aller Welt reisten an, um die Konzerte und Jam Sessions im Ursprungsland des Blues mitzuerleben. Laut Direktor Manny Ansar folgte das „Festival au Désert“ einer Tradition der Tuareg-Nomaden, sich regelmäßig an vereinbarten Orten in der Wüste zu treffen, um ihre Kontakte untereinander aufzufrischen und gemeinsam Musik zu machen. Die Festivalgründer wollten Begegnungen zwischen den Tuareg und anderen Bevölkerungs-gruppen in Mali initiieren und damit einen Beitrag zum Frieden leisten.
Der Krieg in Nordmali setzte dem 2012 ein jähes Ende. Die islamistischen Fanatiker, die in Timbuktu einmarschierten, verboten jegliche Musik.
Mitschnitte von den letzten Auftritten vor Kriegsbeginn (2011) und Gespräche mit MusikerInnen und BesucherInnen dokumentieren, was mit dem Festival verloren gegangen ist.

Nach dem Film: Afro-Beat-Party mit Ali T (Resident DJ / WDR Funkhaus Europa) 

Eintritt Price / Prix: Film: 7 Euro / 6 Euro (ermäßigt); Film & Party: 10 Euro; Party: 5 Euro
Party mit: Dj Ali T (Global Player Resident)
Er serviert eine Mixtur aus Afrobeat, Mestizo, Bailé Funk, Balkan-Brass, Maghreb Underground sowie alle aufregenden urbanen Beats zwischen Kuala Lumpur und Kinshasa, St. Petersburg und Casablanca.



COLTAN FIEBER

2.7., 19 Uhr FORUM VHS im Rautenstrauch-Joest-Museum , Cäcilienstraße 29-33, 51065 Köln

Blutcoltan - Mein Handy und der Krieg im Kongo!

Kongolesische und deutsche ExpertInnen untersuchen die politische und wirtschaftliche Situation in der DR Kongo. Sie erörtern aus unterschiedlichen Perspektiven den langanhaltenden Konflikt und welche gegnerischen Gruppen sich hierbei gegenüberstehen. Und was hat das alles mit meinem Handy zu tun?

Eine Veranstaltung von: Afrikanische Gemeinde Köln e.V. & Allerweltshaus Köln e.V. in Kooperation mit Stimmen Afrikas, Theater im Bauturm, FilmInitiativ Köln e.V., Volkshochschule Köln und ecosign/ Akademie für Gestaltung

Eintritt gegen Spende

3.7., 19 Uhr Theater im Bauturm, Aachener Str. 24-26, 50674 Köln

Szenische Lesung:  Coltan-Fieber oder Die Zukunft der Rohstoffe (Arbeitstitel) von Aristide Tarnagda (Burkina Faso).

Szenische Einrichtung: Jan-Christoph Gockel; Mit: Yves Ndagano, Gianni La Rocca, Laurenz Leky u.a.

Im Anschluss: Diskussion mit den Beteiligten

Coltan ist einer der begehrtesten Rohstoffe für hochtechnisierte Geräte und ein probates Finanzierungsmittel militärischer Konflikte in der Hauptabbauregion Ost-Kongo und Ruanda, dem Transitland für den Export. Der Autor Aristide Tarnagda - der zum africologneFESTIVAL 2013 mit seiner Theater-Produktion „Et si je les tuais tous, Madame“ in Köln zu Gast war – verfasste den Text, der in einem Atelier und in einer ersten szenischen Lesung präsentiert wird. Das Stück über die globalen Verstrickungen in den Abbau und Handel des Edelmetalls in Nord-Kivu/Kongo und Rwanda soll im November 2014 in der Regie von Jan-Christoph Gockel bei dem Theaterfestival Récréâtrales in Burkina Faso zur Uraufführung kommen und wird beim 3. africologneFESTIVAL (17. - 27. Juni 2015) in Köln zu sehen sein. 

Ein interkulturelles Theaterprojekt mit deutschen, rwandischen, kongolesischen und burkinischen KünstlerInnen. Eine Koproduktion des Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln mit dem Festival Récréâtrales, Ouagadougou/Burkina Faso, dem Tarmac des Auteurs, Kinshasa/DR Kongo und dem Goethe-Institut Kigali/Ruanda. Kooperationspartner: FilmInitiativ Köln e.V.

Eintritt 16,- EUR / 13,- EUR erm.

Coltan-Fieber

MEINE KINO NACHT mit Hans Sarpei

"Hans Sarpei"
"Zanzibar Soccer Queens"

Sonntag, 13.07.2014, 14:15 Uhr Odeon – Lichtspieltheater

ZANZIBAR SOCCER QUEENS
Tansania 2007, 52 min., OF m. engl. UT, Regie: Florence Ayisi

Die Begeisterung für den Fußball überwindet Grenzen und traditionelle Geschlechterrollen, auch bei sportbegeisterten Frauen in Sansibar. Diese sind entschlossen, ihr Leben in der überwiegend muslimischen Gesellschaft selbst zu bestimmen. Ihre Leidenschaft für den Fußball wird zum Katalysator für persönliche Veränderungen und neue Erfahrungen. Der Film bietet einzigartige Einblicke in den Alltag der Frauen und zeigt, dass sich auch auf der Insel im Osten Afrikas die Zeiten ändern. 

Vorfilm: THE BALL
Mosambik 2001, 5 min., OF m. engl. UT, Regie: Orlando Mesquita

Auch in Mosambik spielen Jungen mit Begeisterung Fußball. Allerdings müssen sie dort viel Fantasie entwickeln, um an einen Ball zu kommen...

Hans Sarpei stammt aus Tema in Ghana und war seit 2000 Stammspieler der ghanaischen Nationalmannschaft, so auch bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Als Kind mit seinen Eltern nach Deutschland emigriert, wuchs er in Köln-Chorweiler auf und spielte in seiner Jugend u.a. bei Victoria und Fortuna Köln. Später wechselte er als Mittelfeldspieler und Verteidiger zu Vereinen wie MSV Duisburg, VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen und FC Schalke 04. Heute arbeitet er als Berater, Blogger und Moderator, schreibt Kolumnen im Sportteil des Kölner Stadtanzeigers und engagiert sich gegen Rassismus.

BORN THIS WAY

"Born This Way"

Veranstaltungshinweis:

BORN THIS WAY

Dokumentation von Shaun Kadlec und Deb Tullmann, USA 2013, 82 Minuten, Französisch/Englisch - Original mit deutschen Untertiteln

Samstag, 17.05.2014, Einlass 17.30 Uhr, GLORIA Theater (Apostelnstr. 11, 50667 Köln)

EINTRITT FREI

Eine Veranstaltung von RUBICON und Queeramnesty Köln

Die Integration Agentur im RUBICON und baraka – a place for international lesbians, gays and friends laden ins Gloria Theater ein.
In Kooperation mit Queeramnesty Köln wird der Film „Born This Way“ gezeigt, der Eintritt ist frei.
Der bewegende Dokumentarfilm, der ohne jede offizielle Genehmigung entstand, zeigt am Beispiel von Einzelschicksalen in anschaulicher Weise die Situation von LGBTI-Personen in Kamerun.
Auch dort wird der Alltag bestimmt von der Bedrohung durch Gesetze (fünf Jahre Gefängnis) und Polizei sowie einer von Staat, Kirchen und Medien aufgehetzten Öffentlichkeit. Der Film wurde 2013 auf der Berlinale und auf diversen anderen internationalen Filmfestivals gezeigt. Portraitiert wird außerdem die Arbeit einiger kamerunischer Nichtregierungsorganisationen wie der von Alice Nkom. Sie ist die diesjährige Amnesty Menschenrechtspreisträgerin, die bei der Veranstaltung zum Internationaler Tag gegen Rassismus, am 21. März im RUBICON über Ihr Leben und Arbeit erzählte.

Même pas mal

"Meme pas mal"

Dokumentarfilm „Même pas mal“ (2012): Filmvorführung in Anwesenheit der Regisseurin Nadia El Fani mit anschließendem Gespräch

Regie: Nadia El Fani und Alina Isabel Pérez, Dokumentarfilm, 67 Min., OF m. dt. UT

Samstag, 24.05.2014, 18.30 Uhr

Filmhochschule Köln, Claudiusstraße 1, 50678 Köln

Anmeldung: Nicht-jb-Mitglieder werden gebeten, sich bis zum 15. Mai 2014 namentlich unter film@journalistinnen.de für den Film anzumelden.

Eintritt: frei

 

Eine Veranstaltung des Journalistinnenbund e. V. in Kooperation mit FilmInitiativ Köln e.V.

Yoolé im Rahmen des Afrodonia Afrikafestivals

Yoolé (The Sacrifice / Das Opfer)
R: Moussa Sene Absa; Senegal 2011; OF m. dt. UT; 75 Min.

Freitag, 23.05.2014 - 19.30 Uhr
Sonntag, 25.05.2014 - 19.30 Uhr

Inhalt:
Sie waren 53 Engel auf einer Pilgerfahrt in den Himmel. Auf halber Strecke mussten sie einen riesigen Ozean überqueren ? über ihnen ein Albatros mit weiten Schwingen, der ihnen zusah. Doch eines Tages, spät in der Nacht und bei mildem Mondschein, verschwanden sie plötzlich. Sie waren die letzten Seelen, die sich auf hoher See opferten, und der Albatros am Himmel lächelte. Jahre später wurden ihre Leichname an einer Küste angespült. Niemand wusste, wer sie waren, nicht einmal ihre Nachfahren. Dieser Film ist eine Aufforderung, ihnen und ihren Träumen Respekt zu erweisen.? Das schreibt Regisseur Moussa Sene Absa über seinen Film. Als einer der bedeutendsten westafrikanischen Filmschaffenden lehrte er an einer Hochschule in der Karibik, als dort ein Wrack mit einer gespenstigen Fracht angeschwemmt wurde: 53 Leichen von Flüchtlingen aus Westafrika. Das Boot kam aus Senegal, dem Heimatland des Regisseurs und er machte sich mit seiner Kamera auf den Weg dorthin, um heraufzufinden, was die Opfer dazu bewegt hatte, ihr Land zu verlassen. Das Ergebnis ist eine bedrückende Anklage gegen die Politik im Senegal wie in Europa, die Menschen ihrer Lebensperspektiven beraubt.

Die Dokumentation Yoolé kann bei FilmInitiativ Köln für Filmvorführungen ausgeliehen werden!

Poetic Voices Africa - Kölner Lyrikfestival 2014

Der afrikanische Kontinent bietet einen großen Reichtum an “poetischen Stimmen”: sprachlich vielfältig, häufig politisch motiviert, performativ herausragend. Das Festival "Poetic Voices Africa" stellt eine exquisite Auswahl an Poesie-, Performance- und Spoken-Word-KünstlerInnen vor, die sich mal provokant, mal zart und hoffnungsvoll zu Wort melden. Ebenso kraftvoll wie gewitzt mischen sie sich in die sozialen Realitäten ihrer Länder ein und engagieren sich zugleich für internationalen Austausch. Das Festival will deshalb auch das Gespräch mit deutschsprachigen Autorinnen und Autoren anregen und in Expertenrunden Arbeitsbedingungen sowie Publikationskanäle und -netzwerke für Poesie erörtern. Außerdem wird es Angebote für Kinder und Jugendliche geben. Zur Eröffnung am 22. Mai sind zu Gast: Ben Okri (Nigeria), Chirikure Chirikure (Simbabwe), Mbali Kgosidintsi (Südafrika), Charl-Pierre Naudé (Südafrika) und Monika Rinck (Deutschland). Durch den Abend führt der renommierte Übersetzer und Kulturvermittler Thomas Brückner in Begleitung des Free-Jazz-Musikers Günter Baby Sommer. Alle Veranstaltungen des Festivals finden in deutscher und englischer oder französischer Sprache statt. Es gibt auch ein Festivalticket, eine kostengünstige Alternative, wenn Sie an allen Veranstaltungen des Festivals teilnehmen möchten (Eröffnungsabend, 2 Abendveranstaltungen, 2 Diskussionsrunden)! Eine Veranstaltung von Literaturhaus Köln e.V. und Stimmen Afrikas/ Allerweltshaus Köln e.V. In Kooperation mit: Akademie der Künste der Welt, Rautenstrauch-Joest-Museum und VHS Köln Gefördert von: Kunststiftung NRW, Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Hotel Chelsea 

Ausführliche Informationen und das Programm unter: www.stimmenafrikas.de

AFRIKANISCHE SPIELFILME BEIM INTERNATIONALEN FRAUENFILMFESTIVAL IM APRIL 2014

Beim Internationalen Frauenfilmestival Dortmund-Köln (IFFF) sind in diesem Jahr zwei empfehlenswerte Spielfilme afrikanischer Regisseurinnen zu sehen. 

Im Debüt-Spielfilmwettbewerb des IFFF:

LES ETOILES (UNDER THE STARRY SKY)
Regie: Dyana Gaye, Senegal/Frankreich 2013, 88 min, OF m. engl. und dt. UT
In Anwesenheit der Regisseurin

Der Film zeichnet die unterschiedlichen Migrations-Erlebnisse von drei Mitgliedern einer senegalesisch-stämmigen Familie nach. Pendelnd zwischen Turin, New York und Dakar suchen die ProtagonistInnen nach Arbeit, Erfüllung oder beidem. Gaye navigiert ihre Figuren präzise, ökonomisch und humorvoll durch die Schauplätze. Das komplizierte und extrem fordernde Leben in der Migration wird fühlbar, ohne dass die Figuren ihre Stärke verlieren.
Dyana Gaye ist als Tochter von MigrantInnen aus dem Senegal in Paris geboren, hat in ihrer Kindheit jedoch jedes Jahr mehrere Monate bei Verwandten in dem westafrikanischen Herkunftsland ihrer Eltern verbracht. Auch wenn sie später in Paris Film studierte, so führte sie doch stets "ein Leben in zwei Kulturen". Das spiegelt sich auch in ihren Filmen wider, in denen sie eigene Erfahrungen mit ihrer afrikanischen und europäischen Umgebung verarbeitet: "Ich bin möglicherweise sensibler als andere, wenn es um Einwanderer geht. Schließlich sehe ich nicht nur, was in Europa geschieht, sondern auch das, was in Afrika passiert, was hier jedoch kaum zur Kenntnis genommen wird."
Dyana Gaye war 2002 beim Afrika Film Festival "Jenseits von Europa VII" von FilmInitiativ erstmals in Köln zu Gast, um ihren Abschlussfilm an der Hochschule Une femme pour Souleymane vorzustellen, mit dem sie auf Anhieb zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen wurde. Beim Kölner Festival "Jenseits von Europa IX" war 2006 ihr zweiter Kurzspielfilm Deweneti zu sehen.
Mit ihrem Langspielfilm Under the starry sky erweist sie sich einmal mehr als eine der innovativsten und vielversprechendsten Regisseurinnen mit afrikanischen Wurzeln.

Samstag, 12. April 2014
19.15 Uhr
Köln: Odeon Kino in der Südstadt


In der Sektion Panorama:

ROCK THE CASBAH
Regie: Laila Marrakachi, Marokko/Frankreich 2012, 100 min, OF m. engl. und dt. UT

Sommer in Tanger. Eine Familie kommt nach dem Tod des Patriarchen zusammen. Stimmungsbild einer marokkanischen Oberschicht-Familie im Umbruch.

Samstag, 12. April 2014 
22.15 Uhr

Köln: Odeon Kino in der Südstadt

Sonntag, 13. April 2014
15 Uhr
Dortmund: Kino im U

 

 

 

MANDELA – DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT

Donnerstag,  30.Januar 2014,  20:00 Uhr
Cinenova Kino, Herbrandstr. 11, 50825 Köln
(Nähe Straßenbahn-Station Venloerstraße / Gürtel)

„Ich glaube fest daran, dass Südafrika der schönste Ort auf Erden ist.“
(Nelson Mandela)

MANDELA – DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT
erzählt die außergewöhnliche Lebens-geschichte des südafrikanischen Freiheitskämpfers – „Madiba“ genannt - von seiner Kindheit und Jugend in der Transkei über seine Erfahrungen als Security-Guard in einer Goldmine und als junger Rechtsanwalt in der ersten, von Schwarzen betriebenen Kanzlei bis zu seiner Rolle bei der Überwindung des Apartheid-Systems in Südafrika. Als Anführer des African National Congress (ANC) 1963 zu lebenslanger Haft verurteilt kam er erst 1990 - 27 Jahren später! -  aus dem Gefängnis. Seine Kinder hatten ohne ihn aufwachsen müssen und die Beziehung zu seiner Ehefrau Winni war durch die lange Trennung zerrüttet. 1994 zum ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes gewählt, setzte er sich dennoch für Versöhnung und einen friedlichen Wandel der südafrikanischen Gesellschaft ein. Wie breit die Anerkennung ist, die er sich durch seinen politischen Kampf erwarb, zeigte sich durch die internationale Anteilnahme nach seinem Tod im Dezember 2013, wodurch der Spielfilm über sein Leben eine traurige Aktualität erlangte. Mandelas Tochter Zindzi erfuhr vom Tod ihres Vaters ausgerechnet bei der Europapremiere des Films in London.

Justin Chadwick (Regisseur): „Wenn man sich mit Ereignissen auseinandersetzt, die Menschenleben erschüttert und zerstört haben, kann man nichts anderes als sein Bestes tun. Deswegen war bei dieser Produktion jeder mit hundertprozentiger Hingabe dabei. Das waren wir ihm schuldig, schließlich ist dies der offizielle Mandela Film. Aber gleichzeitig ist es auch so viel mehr als nur Mandelas Familiengeschichte. Es ist ein Film über den Kampf und der dauert bis heute an. Er beeinflusst bis heute das Leben jedes einzelnen Menschen dort, man spürt ihn auf der Straße, bei den Leuten, mit denen man arbeitet, bei der ganzen Crew.“

Anant Singh (Produzent): „Es war unglaublich bedeutsam, Kontakt zu jemandem wie Ahmed Kathrada zu haben, der 26 Jahre lang direkt in der Zelle neben Madiba saß. Als Quelle war er von unschätzbarem Wert. Aber vor allem war es wunderbar, die Erfahrung und Entwicklung dieses Films mit ihm zu teilen.“

Im Anschluss an den Film: Gespräch mit der Journalistin und langjährigen Anti-Apartheid-Aktivistin Birgit Morgenrath im Kinofoyer.       

"MANDELA"

ART WAR