Al-khoroug lel-nahar – Coming Forth by Day

Montag, 09.12.2013, 19:30 Uhr,

Filmhauskino Köln, Maybachstr. 111, 50670 Köln (Nähe U-Bahn Hansaring)

"Al-khoroug lel-nahar – Coming Forth by Day"

R: Hala Lotfy; Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate 2012; OF m. engl. UT; BluRay; 96 Minuten.

Kairo. Soad lebt mit ihrer Mutter und ihrem pflegebedürftigen Vater am Rande der ägyptischen Hauptstadt. Ihre Aufgabe, den kranken Vater zu pflegen, hat sie schicksalsergeben akzeptiert und das eigene Leben hintangestellt. Während hinter halb geschlossenen Fensterläden der Tag vergeht, folgt die Kamera Soads alltäglicher Routine und fängt dabei sowohl ihre Frustration als auch Momente großer Zärtlichkeit ein. Doch ihre Sehnsucht ist spürbar nach draußen gerichtet. Als sie am Abend die Wohnung verlässt und einsam durch das nächtliche Kairo treibt, wird deutlich, wie weit sie sich schon von ihren eigenen Bedürfnissen entfernt hat. In den Wirren der Revolution gedreht, legt Hala Lotfy in ihrem beeindruckenden Debüt den Fokus auf das Private und schafft darin einen revolutionären Film, ohne die Revolution selbst zu zeigen. AL KHOROUG LEL-NAHAR – COMING FORTH BY DAY ist einer der ersten Filme einer sich im Aufbau befindlichen neuen ägyptischen Filmkultur.

Hala Lotfy wurde 1973 in Ägypten geboren. 1995 schloss sie ein Studium der Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Uni Kairo ab. Anschließend studierte sie bis 1999 am Cairo Film Institute. 2005/06 drehte sie für Al Jazeera sieben Folgen der Serie Arabs of Latin America. 2007 begann sie mit der Arbeit an ihrem Spielfilmdebüt AL KHOROUG LEL-NAHAR – COMING FORTH BY DAY. 2010 gründete Hala Lotfy die unabhängige Filmproduktion Hassala Productions, deren Ziel es unter anderem ist, junge Künstler zu unterstützen.

Neue Filme aus Nordafrika und Südafrika 12.-22. September 2013

FilmInitiativ präsentiert alle zwei Jahre das Afrika Film Festival „Jenseits von Europa“ und dazwischen thematische und länderspezifische Sonder-Reihen. Das AFRICA FILM SPECIAL in diesem Jahr war den Regionen Afrikas gewidmet, in denen aktuell das dynamischste und vielfältigste Filmschaffen des Kontinents zu verzeichnen war. Dazu gehörten Nordafrika, wo in Folge der Revolten seit 2010 neue Freiräume für FilmemacherInnen entstanden waren, und Südafrika, dessen Kino zwanzig Jahre nach dem Ende des Apartheid-Regimes neue Formen und Inhalte entwickelt hat.

FilmInitiativ hat die gesellschaftlichen Umwälzungen in Nordafrika seit Anfang 2011 mit mehreren Filmreihen cineastisch begleitet. Vom 12. bis 15. September 2013 wurden Produktionen vom „ersten post-revolutionären Filmfestival in Tunesien“ gezeigt, das im November 2012 in Tunis stattfand. Darüber hinaus wurden aktuelle Entdeckungen aus den Nachbarländern vorgestellt. Dazu waren Gäste aus Tunesien, Ägypten, Algerien und Marokko eingeladen. Zum Auftakt gab es tunesische Live-Musik, begleitend eine Ausstellung von Street Art aus Ägypten sowie nordafrikanisches Essen.

Der algerisch-französische Spielfilm RENGAINE (19.9.) über gegenseitige Vorbehalte zwischen AfrikanerInnen von diesseits und jenseits der Sahara markierte den Übergang zum Programmblock mit cineastischen Entdeckungen aus Südafrika (20.-22.9.). Dazu waren südafrikanische Filmschaffende aus Johannesburg, Amsterdam und Berlin nach Köln eingeladen. Es wurden historische Plakate der internationalen Anti-Apartheid-Bewegung ausgestellt und es gab afrikanisches Essen. Alle Veranstaltungen fanden im Filmforum im Museum Ludwig statt.

Programmheft Neue Filme aus Nord- und Südafrika

terminübersicht / schedule / programme

Gäste / Guests / Invités 2013

Alia Ayman - Cartharsis: A self portrait
Alia Ayman - Cartharsis: A self portrait 85 Kb
Anis Djaad - Le Hublot
Anis Djaad - Le Hublot 5.9 Mb
Ben Othman - Live Music
Ben Othman - Live Music 35 Kb
Birgit Morgenrath
Birgit Morgenrath 144 Kb
Catherine Hennegan - Afrikaaps
Catherine Hennegan - Afrikaaps 567 Kb
Iman Kamel - Nomad´s Home
Iman Kamel - Nomad´s Home 108 Kb
Mahdi Alaoui - Movement 20th February Morocco
Mahdi Alaoui - Movement 20th February Morocco 42 Kb
Mahmoud Ben Mahmoud - Le Professeur
Mahmoud Ben Mahmoud - Le Professeur 53 Kb
Mona El Naggar - ISTISLAM
Mona El Naggar - ISTISLAM 315 Kb
Ntshavheni Wa-Luruli - Elelwani
Ntshavheni Wa-Luruli - Elelwani 53 Kb
Oliver Schmitz - Life, Above All
Oliver Schmitz - Life, Above All 0.9 Mb
Rachid Djaidani - Rengaine
Rachid Djaidani - Rengaine 129 Kb

Punk in Africa

"Punk in Africa"

Freitag 5.7.
22.00 Uhr, Filmpalette Köln


Regie: Keith Jones/Deon Maas; Südafrika 2011; 
OF m. dt. UT; Digital; 80 min.

Drei Akkorde, drei Länder, eine Revolution… Punk in Africa zeigt, dass die Punkbewegung in Südafrika, Mosambik und Simbabwe Ausdruck von sozialem und politischem Widerstand war, ohne Unterscheidung nach Hautfarben. Punk war Teil eines radikalen Aufbruchs, der sich vor dem Hintergrund politischer Unterdrückung, wirtschaftlicher Nöte und bürgerkriegsähnlicher Zustände behaupten musste.

Der Film geht zurück bis zur Underground-Rockszene der 1970er Jahre in Johannesburg und zeigt, dass sich nach dem Aufstand von Soweto erstmals gemischte Bands von Schwarzen und Weißen formierten, die mit ihrer Hardcore Musik gegen das Apartheid Regime agitierten. In den 1980er Jahren folgten Post-Punk-Bands und nach der Demokratisierung inden 1990ern Ska-Gruppen, die von afrikanischer Musik beeinflusst waren. Bis heute setzen zahlreiche Bands diese Tradition fort, indem sie politische Missstände in Simbabwe anprangern und Minderheiten in Südafrika (wie den Afrikaans) eine Stimme geben. Denn, wie es einer der Protagonisten des Films ausdrückt: „Aufgabe einer Punk-Band ist, die Regierung zu kritisieren, ganz egal, wer die Regierung stellt.“

Africa Film Specials - Cineastisches Begleitprogramm zum Africologne Theaterfestival

"Dani Kouyaté"
"Sotigui Koyaté"

Vom 12. bis 22. Juni findet die zweite Ausgabe des africologne Theaterfestivals statt. FilmInitiativ bietet dazu ein cineastisches Begleitprogramm mit Gästen aus Westafrika, Berlin, Bonn und München an.

Zur Einstimmung ist am 6. Juni der senegalesische Regisseur Moussa Touré eingeladen, seinen neuen, bereits mehrfach preisgekrönten Spielfilm Die Piroge (La Pirogue) im Cinenova in Ehrenfeld persönlich vorzustellen. Am 16. Juni bietet der Dokumentarfilm Auf den Spuren von Thomas Sankara historische Hintergründe zu dem Theaterstück über den revolutionären, 1987 ermordeten Präsidenten Burkina Fasos, das beim africologneFESTIVAL zu sehen ist. Dort erlebt auch das Stück Schatten der Hoffnung (Ombres d’espoir) von Wilfried N’Sondé (Kongo/Berlin) seine Europapremiere. Inszeniert wurde es von Dani Kouyaté, einem der bedeutendsten Filmemacher Westafrikas.

Anlässlich seines Besuchs in Köln zeigt FilmInitiativ vom 20. – 22. Juni seine Spielfime Keïta! l’heritage du griots (1995), Ouaga Saga (2004) und Sia, le rêve du python (2001). Mit dem Spielfilm Little Senegal (2001) erinnert FilmInitiativ an Danis Vater Sotigui Kouyaté, einen der bekanntesten Schauspieler Afrikas. Zusammen mit den OrganisatorInnen des Theaterfestivals lädt FilmInitiativ zudem zu einem afrikanisch-deutschen Dialog unter dem Titel Perspektivwechsel ein (am 22. Juni). Die internationalen Gäste werden dabei über die Bedeutung von Film und Theater zur Überwindung eurozentrischer Vorurteile von Afrika referieren, Vertreter hiesiger Kultur- und Förderinstitutionen darauf antworten. Passend zum Thema wird Luis Marquès Kurzfilme über Weiße in Afrika vorstellen, die er mit einer Straßentheatergruppe in der Elfenbeinküste produziert hat. Die Kurzfilme werden in Bonn bei der Deutschen Welle (24.6.) und in Chorweile im Rahmen eines Afrika Sommerfestes (29.6.) nachgespielt.

Kölner Kinostart "Die Piroge" (La Pirogue)

"Die Piroge"

Die Piroge (La Pirogue)
Regie: Moussa Touré; Senegal / Frankreich / Deutschland 2012;
OF m. dt. UT; DCP; 87 min.

6.6. Donnerstag Thursday / Jeudi
20:00 Cinenova
Eintritt Price / Prix: 6,50 Euro / 5,50 Euro (ermäßigt)
In Anwesenheit von Moussa Touré

Ein Fischerdorf in der Nähe von Dakar. Viele Fischerboote stechen von hier aus in See mit dem Ziel, die Kanarischen Inseln und damit spanischen Boden zu erreichen – eine oft tödliche Überfahrt. Baye Laye ist Kapitän einer Piroge. Er kennt das Meer. Er will sein Land nicht verlassen, aber ihm bleibt keine Wahl.
Er soll 30 Männer (und eine Frau als blinden Passagier) nach Spanien bringen. Seine Passagiere sprechen nicht einmal alle dieselbe Sprache. Einige haben zuvor noch nie das Meer gesehen, und keiner weiß, was ihn erwartet…
Nach seiner Weltpremiere in Cannes und seinem Erfolg beim Carthage Filmfestival in Tunesien wurde der Film auch beim panafrikanischen Filmfestival FESPACO in Ouagadougou im Frühjahr 2013 mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem dritten Hauptpreis, dem Étalon de Yennenga in Bronze.

Der Film läuft in den darauffolgenden Tagen auch weiterhin im Cinenova Kino Köln. Hierfür bitte beim Kino informieren: CINENOVA

"Moussa Touré"

Moussa Touré wurde 1958 in Dakar geboren. Er arbeitete zunächst als Techniker und Regieassistent, bevor er 1987 mit Baram seinen ersten Kurzfilm drehte. Im selben Jahr gründete er die Produktionsfirma „Les Films du Crocodile“, mit der er u. a. Dokumentarfilme realisierte. Schon sein erster Spielfilm Touba Bi von 1991 über einen afrikanischen Studenten in Paris brachte ihm internationale Anerkennung und lief beim Afrika Film Festival „Jenseits von Europa III“ 1993 auch in Köln.

Sein Roadmovie TGV Express – Der schnellste Bus nach Conakry von 1997 gehört zu den erfolgreichsten afrikanischen Filmen, die jemals hierzulande in die Kinos kamen. Zu den zahlreichen Auszeichnungen für diesen Film gehört auch ein Publikumspreis beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg. Auf Regiearbeiten bei mehreren mittellangen Spiel- und Dokumentar-     filmen folgte der Spielfilm Die Piroge (La Pirogue).

Atomic Africa

"Atomic Africa"

WDR-DOKWERKSTATT

Preview im Filmforum im Museum Ludwig Köln
Mittwoch | 29. Mai 2013 | 19:30 Uhr

Atomic Africa

Ein Dokumentarfilm von Marcel Kolvenbach, Deutschland, 2013, 89 Min.

Boomende Wirtschaften brauchen Energie. Daher sollen bis 2050 laut der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA in Afrika 40 Atomkraftwerke gebaut werden. Die dafür benötigten Uranreserven der Sahara sind hart umkämpft, stellen sie doch die wichtigste Quelle für Frankreichs Atommeiler dar. Der Filmemacher Marcel Kolvenbach zeigt eindrucksvoll, wie der Uranabbau die Lebensbedingungen vor Ort verschlechtert und die wenigen Atomkraftgegner in Afrika um ihr Leben fürchten.
Im Anschluss laden wir ein zu einem Gespräch mit Marcel Kolvenbach und den Produzenten Robert Tasso Pütz sowie Tristan Chytroschek. Auch zwei Protagonisten des Films, Golden Mosabiko, kongolesischer Menschenrechtsaktivist im Exil, und Anthony Lyamunda, Umweltschützer aus Tanzania, stehen für Fragen zur Verfügung. Moderation: Jutta Krug, WDR.

Mit freundlicher Unterstützung von a&o Filmproduktion, FilmInitiativ Köln e.V. und der kongolesischen Band Lopango Ya Banka.

Filmreihe "Flucht und Migration"

Eine Veranstaltung des Sommerblut-Festivals in Kooperation mit FilmInitiativ Köln e.V. und Filmclub 813

Kuratorin: Carla Despineux in Zusammenarbeit mit FilmInitiativ Köln e.V.

ausführliche Informationen HIER.

"Yoole"

Yoole – Le Sacrifice
Regie: Moussa Sene Absa, Dokumentarfilm, Senegal 2010, 75 Min., OmdU

Donnerstag, 16.05.2013
20:00 Uhr

Filmclub 813 / Kino in der BrückeHahnenstraße. 6 / 50667 Köln
VVK / AK 6,50 (ERM. 5 EURO) 

Als einer der bedeutendsten westafrikanischen Filmschaffenden lehrte Moussa Sene Absa an einer Hochschule in der Karibik, als dort ein Wrack mit einer gespenstigen Fracht angeschwemmt wurde: 11 Leichen von Flüchtlingen aus Westafrika. Das Boot kam aus Senegal, dem Heimatland des Regisseurs und er machte sich mit seiner Kamera auf den Weg dorthin, um heraufzufinden, was die Opfer dazu bewegt hatte, ihr Land zu verlassen. Das Ergebnis ist eine bedrückende Anklage gegen die Politik im Senegal wie in Europa, die Menschen ihrer Lebensperspektiven beraubt. Ein Film voller Poesie, aber auch voller Wut einer desillusionierten Jugend. „Sie waren 53 Engel auf einer Pilgerfahrt in den Himmel. (…) Sie waren die letzten Seelen, die sich auf hoher See opferten, und der Albatros am Himmel lächelte. Niemand wusste, wer sie waren. Dieser Film ist eine Aufforderung, ihnen und ihren Träumen Respekt zu erweisen.“ (Moussa Sene Absa)      

"Vol Special"

Vol Spécial 
Regie: Fernand Melgar Dokumentarfilm, Schweiz 2011, 100 Min.,OmdU   

Freitag, 17.05.2013 
20:00 Uhr 




Filmclub 813 / Kino in der Brücke / Hahnenstraße. 6 / 50667 Köln  

VVK / AK 6,50 (ERM. 5 EURO)

Der Filmemacher begab sich für neun Monate in das Abschiebegefängnis Frambois in Genf. Es beherbergt abgelehnte Asylsuchende und „irreguläre Migranten“. Einige sind seit Jahren in der Schweiz, haben sich integriert und eine Familie gegründet. Sie arbeiten, zahlen in die Sozialversicherung ein und schicken ihre Kinder in die Schule. Bis zum Tag, an welchem die kantonale Immigrationsbehörde willkürlich entscheidet, sie einzusperren um ihre Ausreise zu veranlassen. Natürlich will keiner der Verhafteten das Land freiwillig verlassen. Also wird ein gnadenloser administrativer Prozess in Gang gesetzt, dessen Ziel es ist sie zum Verlassen der Schweiz zu zwingen. Im Verlauf der Monate hinter Gittern werden die Konfrontationen zwischen Personal und Insassen zuweilen sehr heftig. Auf der einen Seite wacht ein eng zusammengewachsenes, motiviertes Team von Aufsehern mit menschlichen Wertvorstellungen. Auf der anderen Seite stehen Männer am Ende einer langen Reise, in Angst und unter Stress. Die Beziehungen sind geprägt von Freundschaft und Hass, Respekt und Auflehnung, Dankbarkeit und Ablehnung. Bis zum Moment der Abschiebung Diese Ankündigung erleben die Inhaftierten oft als Verrat, als letzten Tiefschlag. In dieser Extremsituation hat Verzweiflung einen Namen: vol spécial (Ausschaffungsflug).

weitere Filme in diesem Programm:

"Barbara"
"Spanien"
"Weil ich schöner bin"

Veranstaltungsort: 

Filmclub 813 - Kino in der Brücke / Hahnenstraße. 6 / 50667 Köln / VVK / AK 6,50 (ERM. 5) EURO

Dienstag, 14.05.2013
20.00 Uhr

Barbara
Regie: Christian Petzold
Spielfilm, Deutschland 2011, 98 Min.

Mittwoch, 15.05.2013
20:00 Uhr

Spanien
Regie: Anja Salomonowitz
Spielfilm, Österreich 2012, 102 Min.

Mittwoch, 22.05.2013
20:00 Uhr

Weil ich schöner bin
Regie: Frieder Schlaich
Spielfilm, Deutschland 2012, 81 Min.

Donnerstag, 23.05.2013
20:00 Uhr

A Jihad for Love – Dschihad für die Liebe
Regie: Parvez Sharma
Dokumentarfilm, USA/D/GB 2007, 78 min., OmdU

 

Fremd

Montag, 06.05.2013
20.00 Uhr

Fremd
D / Mali / Algerien / Marokko 2011 • 93 Min. • O.m.dt.UT (französisch, bambara) • R: Miriam Faßbender
Filmpalette Köln / Lübecker Straße 15 / 50668 Köln

Fremd zeigt den von der Not diktierten Aufbruch eines jungen Maliers nach Europa. Seit zweieinhalb Jahren ist er unterwegs in eine Welt, in der er nie leben wollte. Der Film sucht die Beweggründe für diese Flucht und gewährt Einblick in die Lebensumstände und den zermürbenden Alltag von Migranten auf ihrem Weg von Schwarzafrika über Algerien und Marokko nach Europa. Er zeigt ihr Leben, das geprägt ist von Hetze und Hoffnung, Flucht und Stillstand. Vom Leben als jahrelanger Reisender und vom Überleben in der Fremde.
Fremd ist eine Geschichte über Menschen auf Reisen, auf der Suche nach einem anderen Leben. Eine Reflexion über den Verlust von Zeit und das Scheitern. Aber ist es nicht unser Scheitern?" (Miriam Faßbender)

In Anwesenheit der Regisseurin Miriam Fassbender

Eine Veranstaltung der  Kino Gesellschaft Köln und Filmpalette Köln in Kooperation mit FilmInitiativ Köln e.V. und Kein Mensch ist illegal

Highlights des Afrika Film Festivals „Jenseits von Europa XII“

Beim Afrika Film Festival 2012 baten BesucherInnen, ausgewählte Filme noch
einmal zu wiederholen. FilmInitiativ präsentiert deshalb im März und April 2013
vier Spielfilme, die bei der Abstimmung über den Publikumspreis sehr gut bewertet
wurden: ein Drama um einen rassistischen Indizienprozess in Frankreich
(Omar m’a tuer, 20.3.), die Konfrontation marokkanischer Theaterleute mit
ihren islamistischen Entführern (Les mécréants, 22.3.), das Porträt zweier minderjähriger Bürgerkriegsflüchtlinge aus Angola (Por aqui tudo bem, 17.4.)
und die tragische Geschichte eines äthiopischen Marathonläufers (Atletu, 21.4.).

Special: Am 19.3. ist in Kooperation mit agisra noch der aktuelle Dokumentarfilm
The cut in Anwesenheit der kenianischen Regisseurin Beryl Magogo zu
sehen – ein afrikanisches Plädoyer gegen Genitalverstümmelungen.

Hier finden Sie den ausführlichen Flyer.

TERMINÜBERSICHT Schedule / Programme

FilmInitiativ Köln präsentiert im Filmhaus Kino Köln, Maybachstr. 111, 50674 Köln
Preis: € 6,50 / € 5,00

SPECIAL in kooperation mit / in cooperation with /

en coopération avec: agisra e.V.

19.3. Dienstag Tuesday / Mardi 19:00

The cut
R: Beryl Magoko; Uganda 2012; OF m. dt. UT, Blu-Ray; 43 min.
Im Anschluss Diskussion mit der Regisseurin Beryl Magoko und Shewa Sium (agisra e.V.)

FESTIVAL HIGHLIGHTS

20.3. Mittwoch Wednesday / Mercredi 19:00
Omar m’a tuer (Omar killed me)

R: Roschdy Zem; Marokko/Algerien/Frankreich 2011, OF m. dt. UT; Digital; 85 min.

22.3. Freitag Friday / Vendredi 19:00
Les mécréants (The miscreants / Die Ungläubigen)

R: Mohcine Besri; Marokko/Schweiz 2011; OF m. dt. UT; Blu-Ray; 88 min.

17.4. Mittwoch Wednesday / Mercredi 19:00
Por aqui tudo bem (All is well / Tout va bien)

R: Maria Esperança (Pocas) Pascoal; Angola/Portugal 2011; OF m. dt. UT; Digital; 94 min.

21.4. Sonntag Sunday / Dimanche 19:00
Atletu (The athlete)

R: Rasselas Lakew/Davey Frankel; Äthiopien/Deutschland 2009
OF m. dt. UT; Digital; 92 min.

VORSCHAU Save the date / A venir

Mai May / Mai: Filmreihe zu Flucht und Migration in Kooperation mit dem
Sommerblut-Festival

Juni June /Juin: Filmprogramm zum Africologne Theaterfestival (12.-19.6.)

& Afrika Sommerfest mit Filmvorführung im Jugendzentrum Northside in Chorweiler (29.6.)

September September /Septembre: Neue Filme aus Nord- und Südafrika
(12.-22.9.)

The cut
Omar killed me
Les Mécréants
Por aqui tudo bem
Atletu
 

Kairo 678

Am 16.02. zeigen wir noch einmal den Publikumspreis-Gewinnerfilm des Afrika Film Festivals "Jenseits von Europa XII" 2012

"Kairo 678" von Mohamed Diab
Ägypten 2010 / 100 Min.

16.02.2013 um 20.30 Uhr im Filmhaus Köln  / Maybachstraße 111 /
50670 Köln / Telefon: +49 221 222 710-0

Eintritt: 6,50€ / 5,00€ (ermäßigt)

Auf den ersten Blick ist das Thema des Films sexuelle Belästigung, aber eigentlich geht es darum, das Schweigen zu brechen .... Wir haben die Angewohnheit, Probleme totzuschweigen, statt sie zu lösen sagt Mohamed Diab, der Regisseur des Films. In seinem beeindruckenden Regiedebüt schildert Diab mit herausragenden Darstellerinnen die Geschichte von drei Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten Kairos, die Übergriffe von Männern nicht mehr stillschweigend hinnehmen, sondern die Täter vor Gericht bringen wollen.

Der Film basiert auf realen Ereignissen und löste in Ägypten schon vor Beginn der Proteste auf dem Tahrir Platz breite Debatten über die Stellung der Frau in der ägyptischen Gesellschaft aus.

Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Ägyptischen Gesellschaft Köln und dem Filmhaus Kino.

Mohamed Diab
Kairo 678