Aktuelle Highlights des afrikanischen Kinos

Vom 7. Oktober bis zum 20. November waren sechs Spielfilme und zwei Dokumentationen zu sehen. Vier afrikanische Regisseure stellten ihre Filme in Köln und Bonn selbst vor. Sechs der Filme hetten wir aus den Wettbewerben beim letzten panafrikanischen Filmfestival FESPACO in Ouagadougou (Burkina Faso) ausgewählt.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Reihe war das komplizierte Verhältnis zwischen Afrika und Europa, wozu insbesondere die aktuelle Situation afrikanischer Flüchtlinge im europäischen Exil bzw. auf dem Weg dorthin gehört.


"Hijack Stories" von Oliver Schmitz

Quelle: FilmInitiativ

Ein Gast der Reihe war Oliver Schmitz, Filmemacher aus Südafrika, der - als bekannter Gegner des Apartheidregimes - in den achtziger Jahren sein Land verlassen musste und in der Bundesrepublik im Exil lebte. Seinen Film "Hijack Stories" konnte er 2001 jedoch wieder im von Schwarzen bewohnten Soweto drehen.
Die Zeit der weißen Killerkommandos gegen schwarze Oppositionelle ist zwar vorbei und existiert für Jugendliche nur noch in den Erzählungen ihrer Eltern. Doch weil die politischen Veränderungen ihnen bislang kaum Perspektiven bieten, verstricken sich manche in kriminelle Aktivitäten, organisieren sich in Gangs und kämpfen um die Vormachtstellung in ihrem Viertel.