Aktuelle Bilderwelten

Zum Programm gehörten Filme aus zehn afrikanischen Ländern, darunter filmhistorische Raritäten, preisgekrönte Spielfilme sowie herausragende Kurz- und Kinderfilme.
Gezeigt wurde u.a. "TGV Express - Der schnellste Bus nach Conakry" – ein flott inszeniertes Roadmovie aus dem Senegal. Er zeigt eine Busfahrt von Dakar nach Conakry, die aufgrund der bunt zusammengewürfelten Passagiere und ihrer Erlebnisse auf der Strecke zu einer Reise ins Innenleben Afrikas wird.


TGV - der schnellste Bus nach Conakry

Begleitend zur Filmreihe war in den Räumen der VHS Kalk die Fotoausstellung "Selbst ist die Frau" über die südafrikanische Frauengewerkschaft SEWU zu sehen.

 

 

 

 

Der lange Schatten des Kolonialismus

Seit 1976 ist die Westsahara von Invasionstruppen aus dem Nachbarland Marokko besetzt. Die ehemalige Kolonialmacht Spanien hatte vor ihrem Abzug den traditionellen Bewohnern der Westsahara, den Sahrauis, die Unabhängigkeit versprochen. Doch in Geheimverhandlungen verkaufte die spanische Regierung 1975 die Westsahara an die Nachbarländer Marokko und Mauretanien (gegen Anteile an der großen Phosphatmine und Fischfangrechte vor der Atlantikküste).


Kolonialismus in der Westsahara

Quelle: FilmInitiativ

Die sahrauische Befreiungsbewegung Frente Polisario führte danach einen Guerillakrieg gegen die Besatzer bis es 1991 zu einem Waffenstillstand kam und die UNO einen Friedensplan für die Westsahara beschloss. Demnach sollten die Sahrauis in einem von der UNO organisierten Referendum darüber entscheiden, ob sie zu Marokko gehören oder unabhängig sein wollen. Doch seit zehn Jahren boykottiert die Besatzungsmacht Marokko die Durchführung dieses Referendums. Die meisten Sahrauis, über 100.000 Menschen, warten bis heute in kargen Flüchtlingslagern in der südalgerischen Wüste vergeblich auf die Rückkehr in ihr Land. Vergessen von der internationalen Staatengemeinschaft, weil das diktatorisch regierte Marokko den westlichen Großmächten ein folgsamer Bündnispartner ist.