Filme aus Afrika

    Willkommen bei www.filme-aus-afrika.de

    Die Internetseite von FilmInitiativ Köln e.V. bietet:

    • Hintergrundinformationen zu afrikanischen Filmen und RegisseurInnen mit Hilfe einer Datenbank
    • Praktische Hilfestellungen für die Beschaffung von Filmen
    • Tipps für Einsatzmöglichkeiten & thematische Filmreihen
    • Links zu Afrika Film Festivals und Verleihern in aller Welt
    • Infos zu den von FilmInitiativ Köln e.V. seit 1992 veranstalteten Kölner Afrika Film Festivals sowie zu allen Sonderreihen.
    • In die Datenbank eingespeist werden Hintergrundinformationen zu all den Filmen (fast 1000) und Gästen (mehr als 200) aus 40 Ländern Afrikas und aus der afrikanischen Diaspora, die FilmInitiativ seit 1992 in Köln präsentiert hat, sowie zu aktuellen Kölner Festivals, Reihen und Veranstaltungen.

    • Der Aufbau dieser Internetseite begann Mitte 2011 und wurde bis Ende 2016 von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert. 

    AKTUELLE VERANSTALTUNGEN:

    Kölner Kino Nächte 2020

    Freitag, 10. Juli 2020, 21.00h Hallmackenreuther und
    Samstag, 11. Juli 2020, 21.00h Hallmackenreuther
    Präsentiert von: FilmInitiativ Köln e.V.

    Ein kuratiertes Kurzfilmprogramm mit Filmen aus ganz Afrika und der Diaspora


    THE SHADOW OF CAIRO
    Regie: Tara Shehata; Ägypten 2019; OF m. engl. UT; 15 min.
    Um den Tod ihrer Mutter zu rächen, macht sich die junge Maya daran, als Superheldin den Chauvinismus ihrer Umgebung zu bekämpfen.

    KARIM’S ROLE
    Regie: Yassin Oukhiar; Spanien/Marokko 2017; OF m. engl. UT; 7 min.
    Karim, ein Schauspieler, der es satthat, nur terroristische Rollen zu spielen, teilt seine Sorgen mit zwei seiner Freunde – Dani und Bea. Nachfolgende Ereignisse machen dieses Gespräch besonders relevant und stellen die drei Freunde auf eine Probe.

    BABLINGA
    Regie: Fabien Dao; Frankreich 2019; OF m. engl. UT; 15 min.
    Moktar hatte immer schon gesagt, er kehre zurück nach Burkina Faso, sobald seine Bar schließt. Aber als der Tag vor der Tür steht, zögert er. Da besuchen ihn seine Geister, um ein letztes Mal mit ihm zu feiern.

    ZOMBIES
    Regie: Baloji; DR Kongo 2018; OF m. engl. UT; 15 min.
    Der Songwriter und Videokünstler Baloji lädt zu einer fantastischen Reise durch Kinshasa ein – von Friseursalons über Musik-Clubs bis zu Wahlkampfveranstaltungen und westernähnlichen Straßenszenen, wobei extravagante Protagonist*innen in futuristischen Outfits eine halluzinatorische Atmosphäre verbreiten.

    --PAUSE—

    A BEAUTIFUL STRUGGLE
    Regie: Dafe Obroro; Nigeria 2019; OF m. engl. UT; 13 min.
    Dieser Film ist eine Ode an das Streben nach Ruhm mit allen Mitteln, die im Namen der Mode notwendig sind. Er spielt in der Stadt Lagos und bietet ein lebendiges Porträt einer kreativen, optimistischen und dynamischen Jugend.

    HAIR WOLF
    Regie: Mariama Diallo; USA 2017; OF engl. UT; 12 min.
    In einem schwarzen Friseursalon in Brooklyn wehren die Anwohner ein seltsames neues Monster ab: weiße Frauen, die das Lebenselixier aus der schwarzen Kultur saugen wollen. Eine Horrorkomödie.

    INVISIBLES
    Regie: Joel Haikali; Namibia 2019; OF ohne Worte; 16 min.
    Zwei Individuen, die sich für die Welt irrelevant fühlen, treffen sich an einem Tiefpunkt in ihrem Leben. Anstatt zusammen zu ertrinken, begeben sie sich auf eine Reise zur Selbstliebe und Freiheit.

    Eintritt frei, um Spenden wird gebeten!
    Keine Reservierung möglich!

    "INVISIBLES"

    FILMVERANSTALTUNG / DOPPELPROGRAMM

    EIN ANDERER 8. MAI 1945
    DAS ENDE DES ZWEITEN WELTKRIEGS AUS AFRIKANISCHER SICHT

    Sonntag, 20. September, 16 Uhr + Montag, 21. September, 17:30 Uhr
    Filmforum im Museum Ludwig

    In Anwesenheit des Regisseurs Mehdi Lallaoui

    In Europa wird in jedem Jahr am 8. Mai an die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht erinnert und an den Sieg der Alliierten über das nationalsozialistische Deutschland, das den Zweiten Weltkrieg und die Shoah zu verantworten hatte. Auf Seiten der Alliierten haben im Zweiten Weltkrieg auch Millionen Afrikaner unter dem Kommando ihrer britischen und französischen Kolonialherren gekämpft. Aber die Einsätze der afrikanischen Soldaten waren nach Kriegsende rasch wieder vergessen.
    Obwohl sie wesentlich zur Befreiung Europas vom Nazi-Terror beigetragen haben, wurden ihre Forderungen nach Unabhängigkeit ihrer eigenen Länder von den Kolonialmächten gewaltsam unterdrückt, besonders brutal in Algerien. Der 8. Mai, in Europa seit 1945 als Jahrestag des Kriegsendes gefeiert, gilt in Algerien als „Tag der Trauer“ und wird auch 75 Jahre später noch immer mit Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen begangen. Denn am 8. Mai 1945 und an den darauf folgenden Tagen verübte die Kolonialmacht Frankreich dort Verbrechen, die als Ausgangspunkt des 1954 beginnenden Algerienkriegs gelten.
    Die Filme des Doppelprogramms verweisen auf diese wenig bekannten afrikanischen Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

    «AUCH AFRIKANER HABEN DAS ELSASS BEFREIT»
    («C'EST NOUS LES AFRICAINS… EUX AUSSI ONT LIBERÉ L'ALSACE»)
    Regie: Petra Rosay & Jean Marie Fawer; Frankreich 1994; DVD;
    OF franz. m. dt. UT; 26 min.
    In diesem Film kommen afrikanische Veteranen zu Wort, die zur Befreiung des Elsass (und damit auch Süddeutschlands) vom Nazi-Regime beigetragen haben. 500.000 Afrikaner kämpften 1944/45 für das „Freie Frankreich“ und einige von ihnen blieben auch nach Kriegsende im Elsass. Sie wurden "zwar auf dem Papier Franzosen", fühlten sich aber auch ein halbes Jahrhundert später noch immer nicht als gleichberechtigte Bürger anerkannt.

    EIN ANDERER 8. MAI 1945 – DIE MASSAKER VON SÉTIF IN ALGERIEN
    (LES MASSACRES DE SÉTIF, UN CERTAIN 8. MAI 1945)
    Regie: Mehdi Lallaoui & Bernard Langlois; Frankreich 1995; DVD;
    OF franz./arab. m. dt. UT; 53 min.
    Mit beeindruckendem Archivmaterial und bewegenden Aussagen von Zeitzeugen dokumentiert der Film die dramatischen Ereignisse rund um den 8. Mai 1945 in Algerien. Als in dem Städtchen Sétif einige Algerier bei den Feierlichkeiten des Kriegsendes Fahnen der Unabhängigkeitsbewegung schwenkten, schossen französische Siedler in die Menge. Eine Revolte in der algerischen Küstenregion war die Folge, die von französischen Truppen und Fremdenlegionären brutal niedergemetzelt wurde. Nach algerischen Quellen forderte dies bis zu 45.000 Opfer.

    Mit Einführungen zu den Filmen und zur Geschichte (Nord-)Afrikas im Zweiten Weltkrieg von Karl Rössel (recherche international e.V. / FilmInitiativ Köln e.V.)

    Kooperationspartner:
    recherche international e.V.
    Stadt Köln - Amt der Oberbürgermeisterin, Europäische und Internationale Angelegenheiten
    FilmInitiativ Köln e.V. / Afrika Film Festival Köln