Biografie Zézé Gamboa

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Zézé Gamboa wurde 1956 in Luanda, der Hauptstadt Angolas, geboren. Er lebt in Lissabon. Als Kameramann arbeitete er von 1974 bis 1980 für das angolanische Fernsehen. Als Dokumentarfilmer drehte er Mopiopio, Sopro De Angola (1991), Dissidencia (1998), Burned By Blue (1999) und O Desassossego De Pessoa (1999). O Herói ist sein erster Spielfilm. Es hat zwölf Jahre gedauert, bis er ihn verwirklichen konnte. „Die Idee zu dem Film kam mir, als ich Zeitungsbilder eines verwundeten
Veteranen sah, der durch die Straßen zog. Das war im Jahr 1992, als die Regierung und die UNITA-Rebellen ihren Frieden  schlossen. Da schrieb ich das Script zum Film“.  Herói ist einer der drei Kinofilme, die 2004 – zwei Jahre nach Ende des Krieges – in Angola produziert werden konnten. Das ist viel für ein Land wie Angola, in dem es keine Studios gibt und hauptsächlich Videos in Umlauf sind. Dabei hat das Filmschaffen in Angola seit Beginn des Befreiungskampfes gegen Portugal Tradition. Schon in den 70er Jahren entstanden Filme über den Guerillakampf gegen die europäischen Kolonialherren, darunter Sambizanga (1972) von Sarah Maldoror. Im Jahr 2003 wurde auch das angolanische Filminstitut IACAM, das mehr als 30 Jahre geschlossen war, wieder eröffnet mit dem Anspruch, neue Kinos zu bauen und beim Aufbau der einheimischen Filmproduktion zu assistieren.
Zézé Gamboa sagt über die Filmsituation in Angola: „Es gibt viele exzellente Schriftsteller in Angola, deren Werke als  Drehbücher für Filme genutzt werden könnten und in denen mit Sinn für Humor soziale Probleme aufgegriffen werden. Davon in Filmen zu erzählen, ist wichtiger als reine Unterhaltung zu fabrizieren. Viele Menschen in Angola sind Analphabeten. Sie können keine Bücher lesen, aber sie verstehen Filme. Sie sprechen die Sprache, sehen die Bilder. Bei uns ist der Film deshalb ein  starkes Medium, um Entwicklungen in der Gesellschaft voranzubringen.“


Filmografie (Auswahl) zu Zézé Gamboa


O GRANDE KILAPY (THE GREAT KILAPY)
2012
Regie

O HÉROI
2004
Regie