Biografie Charles Onana

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Der aus Kamerun stammende Dokumentarfilmer hat in Paris Anthropologie und internationale Beziehungen studiert, arbeitete seit seinem Abschluss als Journalist und gründete den Verlag «Editions Duboiris». Er hat Untersuchungen zu den Hintergründen bewaffneter Konflikte in Afrika publiziert und zur Rolle Frankreichs darin, so z.B. beim Völkermord in Ruanda («Les secrets du génocide rwandais»). 2003 legte Onana eine fundierte historische Untersuchung über die Behandlung der afrikanischen (Kolonial-)Soldaten in der französischen Armee von 1939 bis 2003 vor, die unter dem Titel «La France et ses Tirailleurs» als Buch erschien. Charles Onana hat unlängst auch eine Biografie von Charles N’Tchorere herausgegeben, der einer der wenigen Offiziere afrikanischer Herkunft in der französischen Armee war. 1940 bei der Verteidigung Frankreichs in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten, wurde er von der Wehrmacht hingerichtet, weil er darauf bestand, wie die weißen französischen Offiziere behandelt zu werden.
Aufgrund seiner profunden historischen Kenntnisse über die Beteiligung von Afrikanern im Zweiten Weltkrieg wurde Charles Onana bei der Produktion der Dokumentarfilme La couleur du sacrifice von Mourad Boucif über Kolonialsoldaten aus dem Maghreb ebenso zu Rate gezogen wie bei der Realisation des Film Devoir de mémoire von Cheikh Tidiane Ndiaye aus dem Senegal und des Spielfilms Indigènes (Tage des Ruhms) von Rachid Bouchareb aus Algerien.
In seinem 2009 produzierten Dokumentarfilm La France et ses liberateurs (Frankreich und seine Befreier) präsentiert Onana die Ergebnisse seiner historischen Recherchen und seiner Begegnungen mit afrika-nischen Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg mit erlebt haben.


Filmografie (Auswahl) zu Charles Onana


LA FRANCE ET SES LIBERATEURS
2009
Regie