Credits

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Titel:

LUMUMBA

Titel engl.:LUMUMBA
Titel fr.:LUMUMBA
Produktionsland: Frankreich; Belgien; Haiti; Deutschland; Kongo 2000
Format: 35mm, VHS, DVD
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF franz. m. dt. UT
Länge:112 Minuten
Filmreihe:Africa goes Veedel; 50 Jahre Unabhaengigkeit Ghana;


Regie:Peck, Raoul
Drehbuch:Bonitzer, Pascal
 Peck, Raoul
Kamera:Lutic, Bernard
Musik:Petit, Jean-Claude
Ton:Laforce, Jean-Pierre
  
Darsteller:Debaar, André
 Descas, Alex
 Ebouaney, Eriq
 Kabongo, Dieudonné
 Kotto, Maka
 Sowie, Théophile Moussa
Produktionsfirma:JBA Productions
 Jaques Bidou
 Entre chien et loup
 Essential



Inhalt



©
Im Vorspann des Films heißt es: „Dies ist eine wahre Geschichte!“ Zum historischen Hintergrund ist zu lesen: „1885 teilte Europa auf der Kongokonferenz in Berlin den afrikanischen Kontinent unter sich auf. Der Kongo wurde damals Privatbesitz von Leopold II., dem belgischen König.“ Dann folgen Archivfotos, die zeigen, was das bedeutete: Afrikaner auf den Knien vor ihren weißen Herren, Afrikaner in Ketten bei der Zwangsarbeit in belgischen Plantagen und Minen, Afrikaner, die gefoltert und gehenkt werden, weil sie es gewagt haben, sich ihren weißen Herren zu widersetzen. Damit all das endlich ein Ende fände,  müsse der Kongo unabhängig werden, davon träumte ein Politiker, über den es im Vorspann heißt: „Am 30. Juni 1960 wurde ein junger Autodidakt und Nationalist namens Patrice Lumumba im Alter von 36 Jahren Regierungschef des neuen  unabhängigen Staates. Aber seine Amtszeit sollte nur zwei Monate dauern.“ Der Film präsentiert die Gründe, warum sich Lumumba nur so kurz an der Macht halten konnte und welche Rolle die belgische Regierung, der USamerikanische Geheimdienst CIA und die UNO bei seinem Sturz spielten.

Kurz: Politthriller über Leben und Tod des panafrikanischen Hoffnungsträgers Patrice Lumumba und die Beteiligung westlicher Geheimdienste, der UNO und der ehemaligen Kolonialmacht Belgien an seiner Ermordung im Jahre 1961 – in Afrika ein Kultfilm, der bis heute aktuell geblieben ist.


Bemerkung zum Film


Regisseur Raoul Peck wurde 1953 in Port-au-Prince, Haiti, geboren. Weil sein Vater eine Stelle in der belgischen Kolonie Kongo annahm, zog seine Familie für einige Jahre nach Kinshasa (damals Léopoldville). So wurde Peck in seiner Kindheit Zeuge der Ereignisse um die Unabhängigkeit des Kongo im Jahre 1960. Als nach der Ermordung Lumumbas Diktator Joseph Désire Mobutu an die Macht kommt, verlässt die Familie Peck das Land und geht nach Frankreich. Peck ist Wirtschaftsingenieur, Journalist und Fotograf und hat in den USA studiert und die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin absolviert. Nach ersten Kurz- und Spielfilmen über Haiti dreht er 1991 eine Dokumentation über Lumumba, der im Jahre 2000 der Spielfilm folgte. Mit Sometimes in April realisierte Peck 2005 auch einen herausragenden Spielfilm über den Völkermord in Ruanda, der die Ignoranz des Westens gegenüber dem Genozid deutlicher benennt als andere und  möglicherweise deshalb hierzulande nicht in die Kinos kam.