Credits

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Titel:

MUNYURANGABO

Produktionsland: Ruanda; USA 2007
Format: 35 mm
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF m. engl. UT
Länge:97 Minuten
Filmreihe:Jenseits von Europa XI


Regie:Chung, Lee Isaac
Drehbuch:Anderson, Samuel Gray
 Chung, Lee Isaac
Kamera:Chung, Lee Isaac
Schnitt:Chung, Lee Isaac
Musik:Wibabara, Claire
Ton:Lund, Jenny
  
Darsteller:Harerimana, Jean Pierre
 Ndorunkundiye, Eric
 Nkurikiyinka, Jean Marie Vianney
 Nyirabucyeye, Narcicia
 Rutagengwa, Jeff
Produzent:Anderson, Samuel Gray
 Lund, Jenny
Produktionsfirma:Almond Tree Films



Inhalt



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Im Mittelpunkt der Filmhandlung steht die Freundschaft zwischen zwei jungen Männern: Sangwa, einem Hutu, und Ngabo
(Munyurangabo), einem Tutsi. Die beiden arbeiten auf einem Markt in Kigali, der Hauptstadt Ruandas. Aber nachdem Ngabo eine Machete gestohlen hat, müssen sie aus der Stadt fliehen. Damit treten sie eine Reise in ihre Vergangenheit an. Ngabo möchte den Tod seiner Eltern rächen, die während des Genozids in Ruanda getötet wurden. Sangwa will ihn dabei unterstützen und zudem seine Eltern besuchen, die er wegen des Bürgerkrieges drei Jahre lang nicht gesehen hat. Als die beiden bei Sangwas Eltern eintreffen, werden sie zurückhaltend begrüßt, denn es gibt Vorbehalte gegen den Tutsi-Freund. Die Situation eskaliert, als Sangwas Vater äußert, dass Hutus und Tutsis dazu geboren wurden, Feinde zu sein. Die Freundschaft der beiden steht auf dem Prüfstand…
Munyurangabo ist ein stiller und bewegender Film und der erste, der in der Sprache Kinyarwanda gedreht wurde – in nur 11 Tagen.


Bemerkung zum Film


Der 1978 in Denver (USA) als Sohn koreanischer Einwanderer geborene Regisseur Lee American Isaac Chung gründete mit Almond Tree Films seine eigene Filmproduktion und versucht derzeit, in Kigali (Ruanda) eine Filmschule aufzubauen. Er sagt über seine Arbeitsweise: «Ich bin von der Improvisation überzeugt. Beim Drehen weiß ich, wie der Film im Großen und Ganzen aussehen soll, nur anfangs weiß ich nicht, wie es genau gehen soll. Diese Methode setzt voraus, genauer  zuzuhören, die Umgebung, die Schauspieler und die Crew wahrzunehmen und diese Eindrücke als Inspiration aufzunehmen.
Beim Schreiben könnte ich diese Unmittelbarkeit niemals herstellen. Beidiesem Film habe ich gelernt, dass Filmemachen wie Jazz sein sollte: ein dynamischer Prozess, der für Trauer keinen Raum lässt.»

American Film Institut Festival 2007: Grand Jury Prize
Cannes 07 - A Certain Regard,
Amiens: SIGNIS Award
Berlin 08 - Generation 14Plus
Independent Spirit Awards: Nomination - Someone to Watch Award