Credits

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Titel:

WAR CHILD

Produktionsland: USA 2008
Format: BetaCam
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF m. dt. UT
Länge:94 Minuten
Filmreihe:Jenseits von Europa X


Regie:Chrobog, Christian Karim
Drehbuch:Chrobog, Christian Karim
Kamera:Staniski, Stanley
Schnitt:Bangerter, Nels
Musik:Barnett, Charlie
Ton:Sinev, Pavel
  
Darsteller:Jal, Emmanuel
Produzent:Molavi, Afshin
Produktionsfirma:18th Street Films
 Independent Producer Alliance


Inhalt



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Der Dokumentarfilm schildert die schockierende und nahezu unglaubliche Lebensgeschichte Emmanuel Jals von seiner Zeit als Kindersoldat im Bürgerkrieg des Sudan (von 1987 bis 1991) bis zu seiner Karriere als gefeierter Rapper und als international gefragter Sprecher gegen Krieg und Rüsungsproduktion. Emmanuel Jals Lebensweg spiegelt die moderne Geschichte seines Heimatlandes Sudan, die über ein Vierteljahrhundert von dem grausamen Bürgerkrieg zwischen der muslimischen Regierung und der Befreiungsarmee SPLA des mehrheitlich christlichen Südens geprägt war. Als es im Jahre 2005 endlich zu einem Waffenstillstand kam, hatte dieser Krieg zwei Millionen Opfer gefordert (ein Drittel der Bevölkerung). In Darfur, der westlichen Provinz des Landes, setzt sich die Tragödie bis heute fort. Emmanuel Jal war nur einer von insgesamt 10 000 Kindersoldaten im sudanesischen Bürgerkrieg und von ihm existieren – wie die Dokumentation zeigt - sogar Filmaufnahmen aus jener Zeit.  Darauf ist er als Sprecher der Kindersoldaten mit einem AK 47-Gewehr zu sehen, das fast ebenso groß ist wie er selbst.
Mit faszinierendem Archivmaterial wie diesem illustriert der Film Emmanuel Jals Flucht aus dem Kriegsgebiet (die nur zwölf von 400 Kindersoldaten überlebten), seine Rettung und Adoption durch Emma McCune, eine Mitarbeiterin der britischen NGO "Street Kids", seine Anfänge als Musiker in Kenia und seine internationalen Auftritte in der jüngsten Vergangenheit.


Bemerkung zum Film


Der Film dokumentiert mit Interviews, Rückblenden und Konzertmitschnitten, wie Emmanuel Jal seine traumatischen Kriegserfahrungen mit Hilfe der Musik zu verarbeiten sucht. Bilder von seinen Auftritten zeigen, welch nachhaltigen Eindruck Texte wie "I’ve seen my people die like flies" auf sein Publikum machen. Jal: "Mit Worten kann man Menschen dazu bringen, einander umzubringen oder einander zu vergeben.» Durch Aussagen wie diese vermittelt der Film – trotz der bedrückenden Geschichte, die er erzählt – auch Hoffnung.
Karim Chrobog, der in Singapur geborene US-amerikanische Dokumentarfilmer und Produzent, wollte mit diesem Film «eine afrikanische Geschichte präsentierten, die von einem Afrikaner erzählt wird». Er drehte in Kenia und im Sudan und war auch mit der Kamera dabei, als Emmanuel Jal nach zwanzig Jahren erstmals seinen Vater und sein Heimatdorf Tonj wiedersah, aus dem er im Alter von sieben Jahren in den Krieg geschickt worden war.

Par le biais d’interviews, de flash-backs et d’extraits de concerts, le film montre comment Emmanuel Jal tente de surmonter grâce à la musique ses expériences traumatisantes de la guerre. Les images de ses concerts montrent l’impression durable qu’il laisse sur son public avec des textes tel que "I’ve seen my people die like flies" (J’ai vu les miens tomber comme des mouches). Emmanuel Jal: "Avec des mots, on peut pousser les gens à s’entretuer ou à se pardonner." Avec ce genre de déclarations, le documentaire, malgré l’histoire très dure qu’il évoque, est tout de même porteur d’un message d’espoir. Avec ce film, Karim Chrobog , documentariste et producteur américain né à Singapour, voulait "présenter une histoire africaine, racontée par un Africain". Il a tourné au Kenya et au Soudan et était aussi présent avec sa caméra quand Emmanuel Jal a revu son père pour la première fois depuis 20 ans et s’est rendu dans son village natal de Tonj, qu’il avait dû quitter à l’âge de sept ans pour partir faire la guerre.

  • Kindersoldaten
  • Jal spricht zu Kindern
  • Sudanesisches Dorf aus der Vogelperspektive