Credits

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Titel:

EZRA

Produktionsland: Nigeria; Frankreich; Österreich 2007
Format: 35 mm
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF engl. m. dt. UT
Länge:102 Minuten
Filmreihe:Jenseits von Europa X


Regie:Aduaka, Newton
Drehbuch:Aduaka, Newton
 Blanc, Alain-Michel
Kamera:de Montis, Carlos Arango
Schnitt:Touta, Sebastien
  
Darsteller:Gant, Richard
 Kabasita, Cleophas
 Kallon, Mamusu
 Kamara, Mamoudu Turay
 N Diaye, Mariame
 Ojelade, Mercy
Produzent:Aprikian, Gorune
 Loro, Michel
Produktionsfirma:Amour Fou Filmproduktion



Inhalt


"Im Jahre 2000 dienten 300 000 Kinder in bewaffneten Konflikten in über dreißig Ländern der Erde. Fast 120 000 dieser Kinder kämpften in verschiedenen Konflikten des afrikanischen Kontinents." Statistische Fakten wie diese im Abspann des Films verweisen auf die Dimension des Problems. Die Spielfilmhandlung verleiht denen, die sich hinter den anonymen Zahlen  verbergen, Gesichter – so z.B. Ezra, einem Kindersoldaten, der mit sieben Jahren zum Kriegsdienst gezwungen wird und sich  schließlich an einem Massaker in seinem eigenen Heimatdorf beteiligt, sowie seiner Mitkämpferin Cynthia. Zunächst erscheint die Mitverantwortung Ezras für Kriegsverbrechen ebenso zweifelsfrei fest zu stehen wie die Notwendigkeit seiner Bestrafung. Doch dann fördern die Ermittlungen der "Wahrheits- und Versöhnungskommission", vor der sich Ezra verantworten muss, Fakten zu Tage, die dem Gericht (und damit dem Kinopublik um) die Bewertung von Schuld und Sühne nicht einfach machen. Dieser Perspektivwechsel, der sich in Rückblenden aus dem Gerichtssaal auf das Kriegsgeschehen vollzieht, entspricht der Zielsetzung des Regisseurs: Newton Aduaka will in seinen Filmen nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch zu deren Lösung und den dafür notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen und Umdenkungsprozessen beitragen. "Ezra verweist auf das Desaster, in dem wir leben", erklärte er zu diesem Film. "Auch wenn manche dafür mehr Verantwortung tragen als andere, so liegt es doch an uns allen, die bedrückenden Zustände zu verändern."


Bemerkung zum Film


Als Newton Aduaka beim Panafrikanischen Filmfestival FESPACO im Jahre 2007 für diesen bewegenden Film den Hauptpreis des Wettbewerbs ("Etalon de Yenenga" in Gold) entgegen nahm, sagte er: "Ich hoffe, dieser Film wird unserem Kontinent Mut
machen." Der Filmhandlung liegt der kriegerisch ausgetragene Kampf um das Diamantengeschäft in Sierra Leone zu Grunde, wo Newton Aduaka intensive Recherchen durchgeführt hat. Aber seine Geschichte hat universelle Gültigkeit: "Ich wollte von den Schrecken des Krieges erzählen, nicht von einem bestimmten Krieg."
Lorsqu’il a remporté en 2007 le premier prix ("Etalon d’or de Yennenga" du festival panafricain de cinéma de Ouagadougou, le FESPACO, Newton Aduaka a déclaré: "J’espère que ce film va donner de l’espoir à notre continent." L’intrigue du film se base sur les combats liés au trafic de diamants en Sierra Leone, où le réalisateur a effectué des recherches approfondies. Mais l’histoire qu’il raconte est universelle et ne se limite pas à une guerre précise: "Ce dont j’essaie de parler concerne tout le monde, c’est un film sur les effets de la guerre."