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Titel:

WWW - WHAT A WONDERFUL WORLD

Titel dt.: WWW - WHAT A WONDERFUL WORLD
Titel engl.:WWW - WHAT A WONDERFUL WORLD
Titel fr.:WWW - WHAT A WONDERFUL WORLD
Produktionsland: Deutschland/ Frankreich/ Marokko  2006
Format: DVD, 35mm
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF m. dt. UT
Länge:99 Minuten
Filmreihe:Africa goes Veedel, Jenseits von Europa X


Regie:Bensaïdi, Faouzi
Drehbuch:Bensaïdi, Faouzi
Kamera:Spooner, Gordon
Schnitt:Bensaïdi, Faouzi
 Lange, Véronique
Musik:Hertz, Jean-Jacques
 Roy, François
Ton:Fleig, Tobias
 Mendez, Patrice
  
Darsteller:Attif, Fatima
 Bastaoui, Mohamed
 Bensaïdi, Faouzi
 El Mehdi Elaaroubi
 Masdouki, Hajar
 Rahile, Nezha
Produzent:Bellocq, Bénédicte
 Brokemper, Bettina
Produktionsfirma:Gloria Films
 Agora Films
 Heimatfilm
 Soread-2M
 Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)
 Das Kleinfernsehspiel (Koproduktion)
 Arte
 Canal+
 Centre Cinématographique Marocain
 Programme MEDIA de la Communauté Européenne



Inhalt



©
Der Auftragskiller Kamel führt ein tristes Leben in seinem Penthouse, auf dessen Terrasse eine große Leuchtreklame eine Straße von Casablanca erhellt. Seine Aufträge erhält er per Internet und nach vollbrachter Tat verbringt er seine Zeit meist mit der Gelegenheitsprostituierten Souad. Sie lebt in einer Trabanten-Siedlung am Stadtrand und träumt von einem besseren Leben in einer der schönen Villen, in denen sie als Putzfrau arbeiten muss. Ihre Freundin Kenza ist Straßenpolizistin und dirigiert den Verkehr an einer viel befahrenen Kreuzung so leidenschaftlich wie ein Dirigent sein Orchester. Drei Charaktere, deren  Lebenswege sich durch ihre Einsamkeit in der Großstadt und ihre Sehnsucht nach dem großen Glück kreuzen.

Kurzfassung
Ein Spielfilm der marokkanischen "Nouvelle Vague" über einen Contract-Killer in Casa-blanca, der seine Aufträge über Internet erhält, und ein cineastischer Beleg dafür, dass das Cyberspace-Zeitalter auch in Nordafrika längst seinen Einzug gehalten hat.


Bemerkung zum Film


Regisseur Faouzi Bensaïdi spielt mit der Architektur von Orten und stellt durch seine Bildsprache die Vielschichtigkeit und Gegensätzlichkeit des modernen Casablanca dar: Tradition und Fortschritt – Arm und Reich – Jung und Alt – Frau und Mann – Französisch und Arabisch. Mit klaren, oft skurrilen Bildern und verfremdenden Schnittfolgen schafft Bensaïdi eine kühne Mischung aus Komödie, Gangster- und Liebesfilm und zeigt, dass auch die nordafrikanische Metropole Casablanca – ein halbes Jahrhundert nach Humphrey Bogart – im Cyber-Space-Zeitalter angekommen ist: "Die Entwicklung der Internet-Cafés in Marokko hat mich frappiert. Sie sind wie Pilze aus dem Boden geschossen in einer Welt, die noch so auf Traditionen bedacht war und in der die Technik bis dahin keinen Platz hatte." Bensaïdi, der selbst die Rolle des Profikillers spielt, gehört zu der Generation junger Filmemacher, die als "marokkanische Nouvelle Vague" bezeichnet wird. Für ihn sind Bilder "alles": "Auch mein Film ist eher aus Bildern entstanden als von einer Handlung ausgehend."

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