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Titel:

YALAN BU EL FOSFATE (CURSED BE THE PHOSPHATE)

Produktionsland: Tunesien 2012
Format: Digi Beta
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF m. engl. UT
Länge:80 Minuten
Filmreihe:13. Afrika Film Festival


Regie:Tlili, Sami
Kamera:Berrabah, Hazem
 Nechi, Hatem
 Romdhane, Adonis Nadhem
Schnitt:Amri, Achraf
 Hammami, Anis
 Hammami, Anis
Musik:Bouhrizi, Rabiaa
 Laabidi, Myriam
  
Produzent:Attia, Habib
 Bouchoucha, Dora
Produktionsfirma:Cinetelefilms
 Nomadis Images



Inhalt



©
Der 5. Januar 2008 markiert den Anfang massiver Proteste in der tunesischen Bergbauregion, die sechs Monate andauern sollten. Initialzündung dafür war ein Sit-in von arbeitslosen Jugendlichen vor dem Rathaus der kleinen Phosphatminen-Stadt Redeyef. Sie heißen Adnène, Bechir, Leila, Jemaa, Haroun, Moudhafer und Adel, haben Ausbildungen als Lehrer und Mechaniker, aber keine Jobs, weil die lokale Bevölkerung nichts von den Reichtümern erhält, die mit dem Phosphatabbau erwirtschaftet werden. Die verzweifelten jungen Menschen fordern ein Leben in Würde und lösen eine breite Streikbewegung aus. Der tunesische Diktator Ben Ali, dessen Clan die Minenprofite einstreicht, antwortet darauf mit der Entsendung von 30.000 Polizisten und Soldaten. Die Proteste in der Minenregion werden brutal niedergeschlagen. Aber ohne sie, so erzählen ZeitzeugInnen im Film nicht ohne Stolz, wäre der Sturz der Ben Ali-Diktatur, der den „arabischen Frühling“ einläutete, nicht möglich gewesen.

Regisseur Sami Tlili dokumentiert in seinem mehrfach preisgekrönten Film nicht nur die historischen Ereignisse, sondern auch, was aus den Hoffnungen der AktivistInnen von damals im „neuen“ Tunesien geworden ist.

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