Credits

zurück

Titel:

LE JARDIN DE PAPA

Produktionsland: DR Kongo 2003
Format: 35 mm
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF m. engl. UT
Länge:75 Minuten
Filmreihe:Jenseits von Europa IX


Regie:Laplaine, Zeka
Drehbuch:Laplaine, Zeka
Kamera:Bouzou, Jean-Marc
Schnitt:Arouali, Alima
 Ficheux, Fanny
 Mora, Marie-Hélène
Musik:Fournier, Gilles
Ton:Bouchara, Ferdinand
  
Darsteller:Labasse, Laurent
 Princess Erika
 Sagna, Akéla
 Turkhi, Rim
Produzent:Krumpe, Michael
Produktionsfirma:Bakia Films
 Les Histoires Weba



Inhalt



©
Ein junges, frisch vermähltes französisches Paar hat für seine Hochzeitsreise ein ungewöhnliches Ziel gewählt: ein Land in Afrika. Jean, der Bräutigam, ist dort geboren und möchte seiner Braut Marie zeigen, wo er aufgewachsen ist. Jean gibt vor, Afrika zu kennen, aber tatsächlich versteht er nichts von der afrikanischen Realität. Denn die Zeiten und die Machthaber haben  sich geändert, seit Jeans Vater dort als Kolonialbeamter ein privilegiertes Leben führte. Bei Ankunft des Paares, steht das Land kurz vor den Parlamentswahlen, die der despotische Herrscher – mit Hilfe brutaler Schergen – ebenso beliebig zu manipulieren vermag wie ein anstehendes Fußballspiel. In der politisch angespannten Atmosphäre bedarf es nur eines Funkens, um die aufgestaute Gewalt explodieren zu lassen – zum Beispiel eines Autounfalls, wie ihn Jean und Marie auf der Taxifahrt vom Flugplatz in die Stadt erleben.


Bemerkung zum Film


Dramaturgie und Schnitt dieses Films erinnern an Politthriller und die beklemmende Spannung wird durch die düsteren, meist bei Nacht gedrehten Bilder noch verstärkt. Regisseur Zéka Laplaine: „Der Autounfall im Film ist symbolisch zu verstehen. Es handelt sich um einen Zwischenfall, wie ihn jeder von uns irgendwann in seinem Leben erleben kann. Ein unerwartetes, gewaltsames Ereignis, bei dem niemand voraussehen kann, wie er darauf reagieren würde. Im Film kommen Urinstinkte zum Vorschein und das kollektive Unterbewusste bestimmt die Handlungen der Personen. Ihre Vergangenheit holt sie ein und spült ihre angelernten, von Vernunft bestimmten Umgangsformen hinweg. Der Garten (des Vaters) erweist sich als alles andere als paradiesisch. Er zwingt die Protagonisten, weit über ihre Grenzen hinaus zu gehen. Im Ergebnis sind sie entweder zerrüttet oder gestärkt.“
  • Filmstill