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Titel:

TERRA SONÂMBULA

Titel dt.: DAS SCHLAFWANDELNDE LAND
Titel engl.:SLEEPWALKING LAND
Produktionsland: Portugal; Mosambik 2007
Format: 35 mm
Farbe:Farbe
Sprachfassung: OF m. engl. UT
Länge:95 Minuten
Filmreihe:Jenseits von Europa XI


Regie:Prata, Teresa
Drehbuch:Prata, Teresa
Drehbuch nach:Couto, Mia
Kamera:Gentil, Dominique
Schnitt:Rebelo, Paulo
 Witta, Jacques
Musik:Goretzki, Alex
Ton:Filipe, Marcos
  
Darsteller:Fumo, Hélio
 Jasse, Aladino
 Macuacua, Ernesto Lemos
 Teresa, Nick Lauro
Produzent:da Cunha Telles, António
 da Cunha Telles, Pandora
Produktionsfirma:Filmes de Fundo
 Instituto do Cinema, Audiovisual e Multimédia (ICAM)
 ZDF/Arte (with the support of)



Inhalt



©
Teresa Prata erzählt in ihrem ersten Langspielfilm die Geschichte des kleinen Muidinga, der inmitten des osambikanischen Bürgerkriegs versucht, seine Eltern zu finden. Muidinga wird von Tuahir, einem alten Mann, auf seiner Reise durch das verwüstete Land begleitet. Trotz des alltäglichen Überlebenskampfes ist Muidinga voller Hoffnung. Tuahir wird zu seinem Beschützer und rettet ihn vor Landminen, Fallen und vor den durch das Land streifenden bewaffneten Banden.
Eines Tages stoßen die beiden auf einen ausgebrannten Bus, in dem sie vorerst Schutz suchen. Bei einem der toten Passagiere, die sie begraben, findet Muidinga ein Tagebuch. Daraus liest er Tuahir täglich vor. Es erzählt die tragische Geschichte eines jungen Mannes namens Kindzu, der sich auf der Flucht vor dem Krieg in Farida verliebte. Farida wartet verzweifelt auf die Rückkehr des verlorenen, gemeinsamen Sohnes. Je weiter Muidinga in dem Tagebuch liest, um so mehr ist er davon überzeugt, seine eigene Geschichte darin wiederzufinden…


Bemerkung zum Film


Teresa Prata, eine junge portugiesische Regisseurin, die in Mosambik aufgewachsen ist, schildert in diesem Film eindrücklich das unendliche Leid und die Ziellosigkeit des Bürgerkriegs, der das ganze Land traumatisiert zurück ließ. Sie schafft es trotz des ernsten Themas, die Hoffnung auf ein besseres Leben aufrecht zu erhalten. Teresa Prata arbeitete sieben Jahre an der Fertigstellung dieses bildgewaltigen Films, der auf dem gleichnamigen Roman des mosambikanischen Schriftstellers António Emílio Leite Couto – sowie seiner Erzählung «A menina de futuro torcido» basiert.
Terra sonâmbula ist der erste mosambikanische Film, der nach dem Befreiungskrieg gedreht wurde und die erste Koproduktion zwischen Mosambik und der ehemaligen Kolonialmacht Portugal seit der Unabhängigkeit vor drei Jahrzehnten. Alle Darsteller dieses Films sind Amateure, denen die Regisseurin beim Casting die Frage stellte: «Hören Sie beim Einschlafen immer noch die Geräusche von Gewehrschüssen?»