GENERATION REVOLUTION
Regie: Cassie Quarless & Usayd Younis; UK 2016; 74 Min., OF m. engl. UT

Ab sofort gibt es die Doku GENERATION REVOLUTION über die Black Lives Matter Bewegung in London online zu sehen – aber nur für begrenzte Zeit.GENERATION REVOLUTION führt uns auf eindrucksvolle Weise an eine neuartige Generation von multi-ethnischen Aktivisten heran, die die soziale und politische Landschaft in London und darüber hinaus umkrempeln. Die spielfilmlange Dokumentation folgt einer Reihe von faszinierenden neuen Organisationen und den leidenschaftlichen jungen Londonern, die ihnen angehören. Die London Black Revolutionaries, die „Black Revs“, haben ein Faible für aufsehenerregende, raubeinige Direktaktionen, die von Sabotageakten an Vorrichtungen zur Abschreckung Obdachloser über einen „Stirb-in“ im Westfield-Shoppingcenter bis zu einem „Black Brunch“ gegen die Gentrifizierung reichen. Die Mitglieder von R Movement, zumeist jünger als die Black Revs, lassen das Konzept des bedächtigen und ernsthaften politischen Aktivisten hinter sich: Die über soziale Medien ins Leben gerufene Gruppe verwandelt die Online-Debatte in politische Aktion. Die aus unüberwindbaren Differenzen mit den Black Revs hervorgegangenen Black Dissidents wiederum wollen den Kampf gegen Rassismus und soziale und geschlechtsspezifische Unterdrückung und Diskriminierung vorantreiben.2018 waren die Regisseure Cassie Quarless und Usayd Younis beim Afrika Film Festival Köln zu Gast, um mehr über die Hintergründe der Doku vu berichten. In einem Statement sagen sie heute:„We released this film in 2016 at the height of the first Black Lives Matter movement in the US. We wanted to talk about racism and systemic oppression from a UK perspective. We wanted to show that police brutality and racial injustice were realities that people in the UK were fighting along with others in the US and further afield. So much has happened since we first released the film but the structures of White Supremacy that cloak the globe are still very much alive.We are incredibly proud and encouraged to see how people all over the world have taken up the mantle of this fight against injustice. We hope that more will connect with the political and human stories that we tell in Generation Revolution. There is no better time to make it free to watch than right now! We only ask that supporters give what they can in order to support a black and brown led business continue to make radical work“Gratis oder gegen eine freiwillige Spende kann der Film ab sofort und für begrenzte Zeit online unter folgendem Link angesehen werden: genrevfilm.com



THE ABOMINABLE CRIME
Regie: Micah Fink; Jamaika, USA 2013; 65 Min., OF m. engl. UT

THE ABOMINABLE CRIME begleitet Homosexuelle in Jamaika und erzählt von ihren Gewalterfahrungen, ihrer Angst und ihrer sozialen Entwurzelung.

In unserer Filmreihe AFRICAN DIASPORA CINEMA im Jahr 2015 war unter anderem die Dokumantation THE ABOMINABLE CRIME zu sehen, die wir euch jetzt in unserer Rubrik AFFK Online präsentieren.

Der Dokumentarfilm zeigt an Beispielen, wie Homosexuelle in Jamaika diskriminiert und in die Klandestinität getrieben werden. Die junge Mutter Simone Edwards, die heute in den Niederlanden lebt, und der LGBTI-Aktivist Maurice, der nach Kanada fl oh, sind nur zwei von vielen lesbischen und schwulen JamaikanerInnen, die sich nach
tätlichen Angriffen und Todesdrohungen gezwungen sahen, ihre Heimat zu verlassen. Schließlich schrecken homophobe Fanatiker in Jamaika auch vor Mordanschlägen nicht zurück, und die Zahl der Opfer ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Film begleitet die Protagonist*innen über mehrere Jahre und erzählt von ihren Gewalterfahrungen, ihrer Angst und ihrer sozialen Entwurzelung. Der Film hat auf Festivals u. a. in der Karibik mehrere Auszeichnungen gewonnen, darunter einen Menschenrechtspreis von Amnesty International.



FIGURE
Regie: Lanre Malaolu; UK 2018; 6 min.
FIGURE ist eine pulsierende Fusion von Theater und Hip-Hop-Tanz. Der Film folgt zwei jungen Männern und erzählt, wie die frühe Loslösung von einer Vaterfigur das emotionale Wachstum und die Auseinandersetzung mit der Welt beeinflusst.



PELE SUJA MINHA CARNE (Dirty Skin)
Regie: Bruno Ribeiro; Brasilien 2016; 14 min.
In PELE SUJA MINHA CARNE entdeckt ein junger Mann seine Liebe zu einem Schulfreund. Aber in einem Land, in dem der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro mit homophober Hetze Wahlen gewinnt, ist das nicht einfach…



PRETO NO BRANCO
Regie: Valter Rege; Brasilien 2016; OF m. engl. UT; 15 min.
Der Film illustriert den alltäglichen Rassismus in Brasilien am Beispiel des 20-jährigen Roberto, der des Diebstahls verdächtigt und festgenommen wird, nur weil er schwarz ist. Doch er weiß sich zu wehren...



WAKAMBA FOREVER
R: Alex Maina; Kenia 2018; 9 min.
Der Film spielt im Jahr 1895 und erzählt mit satirischen Mitteln von der Geschichte und Kultur der Akamba in Kenia und ihren ersten Begegnungen mit den britischen Kolonisatoren.



NYERKUK
Regie: Mohamed Kordofani; Sudan 2016; 18 min.
NYERKUK zeigt am Beispiel des 12-jährigen Adam, dessen Familie in einen Luftangriff gerät, warum Menschen aus dem Sudan zu fliehen versuchen. Der Junge kann dort nur durch Diebstähle überleben und gerät dadurch in die Fänge des Gangsters Mazda...



ZOMBIES
Regie: Baloji; DR Kongo 2018; 15 min.
Von Friseursalons über Musik-Clubs bis zu Wahlkampfveranstaltungen und westernähnlichen Straßenszenen, präsentiert der Film eine große Bandbreite an Impressionen, wobei extravagante Protagonist*innen in futuristischen Outfits eine halluzinatorische Atmosphäre verbreiten.



HEADBANG LULLABY
Regie: Hicham Lasri; Marokko 2017; OF m. engl. UT, 111 min.

Marokko, 1986. Mit surreal anmutenden Bildern erzählt HEADBANG LULLABY aus dem Leben des Regierungsbeamten Daoud. Dieser wird am Tag nach dem überraschenden Sieg Marokkos über Portugal bei der Fußball-WM auf eine Brücke beordert, die im Umland von Casablanca über eine kaum befahrene Autobahn führt. Denn hier soll möglicherweise der König des Landes, Hassan II., vorbei fahren, dessen Politik in den Jahren zuvor zu wachsender Armut und blutigen ?Brot-Unruhen? geführt hat. Daoud hat auf seinem Wachposten einige verwirrende Begegnungen: mit Regierungsanhängern und Familien politischer Gefangener, einer rätselhaften Fremden, einem Berber und einem fußballbegeisterten Jungen. Wie in seinem Spielfilm STARVE YOUR DOG, den FilmInitiativ bei den Kölner Kino Nächten 2016 präsentierte, blickt Regisseur Hicham Lasri auch in seiner neuen Produktion gesellschaftskritisch auf die Geschichte Marokkos und inszeniert ein bildgewaltiges, psychedelisches Märchen voller absurder Situationen, in denen die unter gnadenloser Repression leidenden ProtagonistInnen über sich hinauswachsen.



LAND RUSH
Regie: Hugo Berkeley & Osvalde Lewat; Mali/Kamerun/UK/USA 2012; 58 min.

LAND RUSH erzählt von aktuellen Umweltzerstörungen mit weitreichenden Folgen für die betroffene Landbevölkerung in Mali. Als Entwicklungsvorhaben getarnt versucht ein multinationales Unternehmen Teile des fruchtbaren Niger-Ufers zu erwerben, um darauf Zucker für den Weltmarkt anzubauen. Doch die dort lebenden Kleinbauern wehren sich und vermochten das Projekt zumindest vorläufig aufzuhalten...
Die Regisseurin Osvalde Lewat aus Kamerun hat sich auf soziale und politische Themen spezialisiert und für ihre Filme bereits zahlreiche Preise erhalten.

YENKI TAXI
Regie: Tammaso Cassinis; Ghana 2016; OF m. engl. UT; 30 min.

YENKYI TAXI
ist ein Dokumentarfilm, der die Reise von Hagan, einem Musikproduzenten aus London mit ghanaischer Herkunft, verfolgt. Auf der Suche nach der feurigen Leidenschaft ghanaischer Musik reiste Crudo Volta im August 2017 mit Hagan von London nach Ghana, um die kreative Authentizität und das Erbe der zeitgenössischen ghanaischen Kultur und Musik einzufangen.

REVENIR
Regie: David Fedele, Kumut Imesh; Elfenbeinküste/Australien/Frankreich/Marokko 2018; 83 min.

Der heute in Frankreich lebende Kumut Imesh möchte noch einmal seine Fluchtroute nachverfolgen, die vom Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste über den Niger und Marokko bis ans Mittelmeer reichte – dieses Mal allerdings mit der Kamera in der Hand. Kumut dokumentiert (in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher David Fedele) seine Reise, als Protagonist und als Kameramann, und gewährt so einen einzigartigen Einblick: Die Kamera erzählt authentische Geschichten vom Kampf vieler Menschen für Freiheit und Würde – auf einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt.

LAISUOTUO
Regie: Lebohang Ntsane; Lesotho/China 2016; OF m. engl. UT; 21 min.

LAISUOTUO handelt von einem chinesischen Ladenbesitzer in Lesotho und einem afrikanischen Arzt in China, die beide mit rassistischen Vorurteilen in den jeweiligen Gesellschaften zu kämpfen haben.

WE NEED PRAYERS: THIS ONE WENT TO MARKET
Regie: Jim Chuchu; Kenia 2017; OF m. engl. UT; digital; 5 min

Eine junge, schwarze bildende Künstlerin entwickelt in WE NEED PRAYERS: THIS ONE WENT TO MARKET einen schlauen Plan, um in den globalen Kunstmarkt einzudringen.