FilmInitiativ Köln e.V.

FilmInitiativ Köln e.V. besteht seit 1988 und setzte sich bei seiner Gründung das Ziel, "mit Filmreihen, Vorträgen und Seminaren Interesse für die Filmkunst zu wecken und politische Diskussionen anzuregen". Dabei sollte "vor allem solchen Filmen ein Forum geboten werden, die in den Spielplänen gewerblicher Kinos nicht vertreten sind. Dazu gehören u.a. filmhistorische Angebote aber auch filmkulturelle Programme, die das Filmschaffen außereuropäischer FilmemacherInnen dokumentieren".
So gab es in den Jahren von 1988 bis 1992 erste Filmreihen zur weltweiten Atomindustrie ("Strahlende Zeiten"), zum unabhängigen chinesischen Kino ("Elektrische Schatten"), Filme von australischen Aborigines ("Aboriginality") und gegen Neonazis hierzulande ("Wehret den Anfängen"). Später folgten Programme zum Thema "Rückkehr aus dem Exil", ein Rückblick auf den Deutschen Herbst ("Ruhestörung") sowie zu "Judenverfolgung und Antisemitismus in Köln" (Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite: www.filminitiativ.de).

Schwerpunkte der Arbeit: Afrika und Köln im Film

In den 1990er Jahren fokussierte sich die Arbeit von FilmInitiativ auf zwei Schwerpunkte:
1. Das Projekt "Köln im Film - Filmgeschichte(n) einer Stadt"
Nach umfangreichen historischen Recherchen wurden Informationen zu 6000 Filmen, die seit Beginn der Kinematographie in Köln gedreht wurden, in eine Datenbank eingespeist und die Ergebnisse 2004 in einem umfangreichen Buch publiziert (Aretz, Christa / Schoor, Irene: Köln im Film - Filmgeschichte(n) einer Stadt). Darauf folgte die Einrichtung eines virtuellen Köln Film Archivs. Seit Anfang 2013 verfügt die Köln Film Projektgruppe über eigene Räume im Kölner Stadtmuseum.
Ab 2014 wird das über zwei Jahrzehnte von FilmInitiativ getragene Projekt von einem eigenständigen Köln Film Verein fortgeführt. 
Kontakt und weitere Infos zum Projekt unter: www.koeln-im-film.de
2. Die umfassende Präsentation des zeitgenössischen afrikanischen Kinos mit dem biennal veranstalteten Festival "Jenseits von Europa" sowie thematischen und länderspezifischen Sonderreihen - dokumentiert auf dieser Internetseite und in der seit 2011 entwickelten Datenbank zu Filmen aus Afrika (s. Rubrik links).

Zur Geschichte des Afrika Film Festivals

Seit 1992 präsentierte FilmInitiativ in Köln das Afrika Film Festival, anfangs unter dem Titel "Jenseits von Europa". Zunächst in unregelmäßigen Abständen veranstaltet, fand das Festival von 1996 bis 2016 alle zwei Jahre statt. In den Jahren zwischen den Festivals wurden themen- bzw. länderspezifische Reihen ("Africa Film Specials") angeboten, so z.B. zu "50 Jahre Unabhängigkeit am Beispiel Ghanas", zu den Revolten in Nordafrika, zum aktuellen Kino Südafrikas zwei Jahrzehnte nach dem Ende der Apartheid und zum African Diaspora Cinema.
Mit dem Festival 2016 wurde der Untertitel "Jenseits von Europa" aufgegeben, um die inzwischen dreisprachigen Ankündigungen zu erleichtern. Die 15. Ausgabe des Festival vom 21. September bis 1. Oktober 2017 markierte das 25-jährige Bestehen des Festivals. Seitdem präsentiert FilmInitiativ das Festival im jährlichen Turnus, wenn auch mit wechselnden thematischen Schwerpunkten - so 2018 (vom 13.-23.9.) mit dem Fokus "Migration in Afrika" und 2019 (vom 19.-29.9.) mit dem Fokus "Fundamentalismus & Migration". 

 

 

"TINYE SO"
"UMKHUNGO"

Internationale Recherchen von Ouagadougou bis Carthage

Zur Vorbereitung der Kölner Festivals und Filmreihen besucht FilmInitiativ seit 1993 regelmäßig das FESPACO, das weltweit bedeutendste Festival des afrikanischen Kinos in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Dort sind alle zwei Jahre nicht nur Hunderte neue afrikanische Filme zu entdecken, sondern es können auch Kontakte zu RegisseurInnen, SchauspielerInnen und ProduzentInnen geknüpft werden, die nach Köln eingeladen werden sollen. MitarbeiterInnen von FilmInitiativ haben darüber hinaus auch Afrika Film Festivals in Durban, Tunis (Carthage), Rabat und Kairo besucht sowie in Mailand, Amsterdam, Leuwen, Tarifa/Cordoba und Frankfurt. Auch Sonderprogramme mit Filmen aus Afrika auf internationalen Filmfestivals wie z.B. in Cannes, Berlin, Rotterdam, Venedig, Locarno, Toronto und Innsbruck werden für die Kölner Veranstaltungen ausgewertet und berücksichtigt.

Kooperationspartner in Deutschland

Mit deutschen VeranstalterInnen wie dem Haus der Kulturen in Berlin, dem Festival AfricAlive in Frankfurt, dem Filmforum in Freiburg sowie weiteren KooperationspartnerInnen von Hamburg über Berlin und Dortmund bis nach Saarbrücken und München gibt es einen regelmäßigen Austausch. Darüber hinaus arbeitet FilmInitiativ mit einem breiten Netz von Kultur-Institutionen, Medienpartnern und Initiativen aus afrikanischen Communities in NRW und darüber hinaus zusammen (dokumentiert unter LINKS auf dieser Internetseite). FilmInitiativ Köln ist Mitglied von KINOaktiv, dem Zusammenschluss unabhängiger Filmgruppen in Köln, sowie im Bundesverband Kommunale Filmarbeit e.V. (www.kommunale-kinos.de).

Fast 1000 Filme und mehr als 200 Gäste aus 40 Ländern Afrikas

Seit 1992 wurden in Köln fast 1000 Filme aus 40 Ländern Afrikas gezeigt und mehr als 200 Filmschaffende zur Vorstellung ihrer Arbeiten und zu Diskussionen mit dem Publikum eingeladen. Das Afrika Film Festival Köln ist nicht nur einzigartig in NRW, sondern bietet inzwischen die umfassendste Präsentation des zeitgenössischen afrikanischen Kinos in Deutschland. Das Festival hat dadurch in den letzten Jahren zunehmend auch an überregionaler und internationaler Bedeutung gewonnen. Dazu beigetragen hat auch, dass seit vielen Jahren alle Kataloge und auch alle Informationen auf dieser Internetseite in drei Sprachen angeboten werden. 

MitarbeiterInnen willkommen!

FilmInitiativ Köln e.V. ist offen für alle, die mitmachen möchten. Insbesondere während der Festivals sind ehrenamtliche Helfer und Helferinnen unverzichtbar. Gerne können Sie unsere Arbeit auch durch eine Spende unterstützen. Als gemeinnütziger Verein stellen wir steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen aus. Überweisungen bitte an:

FilmInitiativ Köln e.V.
Spende: "Filme aus Afrika"
Postbank Köln
BLZ 370 100 50
Kontonummer: 366 391 - 504
IBAN: DE12 3701 0050 0366 3915 04
BIC: PBNKDEFF